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Broschüre "Unfallverhütung im Fußball": Knieverletzungen

27.11.2000 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Ein Kreuzbandriss im Knie hätte Lothar Matthäus vor einigen Jahren fast die Karriere gekostet, noch ein paar Jahre davor bedeutete die Diagnose das sportliche Aus. Verletzungen der Sprunggelenke und der Knie sind bei Spielern im Alter zwischen 20 und 35 Jahren am häufigsten - und trotz aller Fortschritte der Behandlungs- und Operationsmethoden ist und bleibt Vorbeugung die beste Medizin. Dr. rer. nat. Thomas
Henke, Lehrstuhl für Sportmedizin (Fakultät für Sportwissenschaft der RUB), die ARAG Allgemeine Versicherung AG, Düsseldorf, und die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) haben daher unlängst Teil 3 der Broschüre "Unfallverhütung im Fußball" mit ganz neuen Trainingsübungen veröffentlicht: "Maßnahmen zur Vermeidung von Knieverletzungen."

Bochum, 27.11.2000
Nr. 332

Vorbeugung ist die beste Medizin
Broschüre "Unfallverhütung im Fußball": Knieverletzungen
RUB-Sportmediziner und ARAG geben wertvolle Tipps


Ein Kreuzbandriss im Knie hätte Lothar Matthäus vor einigen Jahren fast die Karriere gekostet, noch ein paar Jahre davor bedeutete die Diagnose das sportliche Aus. Verletzungen der Sprunggelenke und der Knie sind bei Spielern im Alter zwischen 20 und 35 Jahren am häufigsten - und trotz aller Fortschritte der Behandlungs- und Operationsmethoden ist und bleibt Vorbeugung die beste Medizin. Dr. rer. nat. Thomas
Henke, Lehrstuhl für Sportmedizin (Fakultät für Sportwissenschaft der RUB), die ARAG Allgemeine Versicherung AG, Düsseldorf, und die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) haben daher unlängst Teil 3 der Broschüre "Unfallverhütung im Fußball" mit ganz neuen Trainingsübungen veröffentlicht: "Maßnahmen zur Vermeidung von Knieverletzungen."

Anfällige Knie

Teil 3 von Unfallverhütung im Fußball beschäftigt sich mit einem Dauerthema der Volkssportart Nummer eins. Egal, ob Amateur- und Profifußballer, jede vierte Verletzung betrifft das Kniegelenk, bei der Hälfte davon kommt es zu Rissen in Bändern, Kapseln oder den Menisken, so dass eine Operation meist unausweichlich ist. Die Verletzungen resultieren nicht immer aus Zweikampfsituationen, wie ausführliche Befragungen von Fußballern zeigen, die die Bochumer Sportmediziner und die ARAG Versicherung durchgeführt haben: zu etwa einem Drittel verursachen die Platz- und Bodenverhältnisse eine Verletzung mit, jeder fünfte Befragte hatte sich zudem gar nicht oder falsch aufgewärmt.

Tipps für Amateure und Profis

Anhand dieser Erkenntnisse gibt die Broschüre konkrete Tipps, wie sich Knieverletzungen vermeiden lassen. Sich richtig aufzuwärmen, ist dabei die Grundvoraussetzung, die Bochumer Wissenschaftler zeigen darüber hinaus - anschaulich illustriert - wie Fußballer die Beweglichkeit des niegelenks verbessern, ihre Koordination und Kraft optimieren können und wie sie sich nach dem Training sinnvoll regenerieren. Die neuen Übungen und Trainingsabläufe, die die Sportmediziner zusammen mit Physiotherapeuten entwickelt
haben, sind für Trainer von Amateur- und Profimannschaften gleichermaßen relevant.

Hüftbeuger und Kniestrecker mit Hitzfeld und Strunz

Namhafte Partner, etwa der Deutsche Fußballbund (DFB) oder das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp), kooperierten bereits bei den ersten beiden Teilen der Broschüre mit den Bochumer Sportmedizinern und der ARAG (Teil 1: Spielformen für den Kinder- und Jugendbereich; Teil 2: Maßnahmen zur Vermeidung von Sprunggelenksverletzungen - insbesondere bei Junioren). Für Teil 3 konnten die Initiatoren von "Unfallverhütung im Sport" zudem den FC Bayern München gewinnen: Trainer Hitzfeld äußert seine Meinung zum Thema Knieverletzungen, Thomas Strunz und andere Bayern-Stars veranschaulichen, wie sie sich durch gezieltes Training vermeiden lassen.

Außerdem Tennis, Handball und Co.

Nützliche und wertvolle Tipps haben die ARAG Versicherung und der Lehrstuhl für Sportmedizin auch schon zu anderen Sportarten herausgegeben: "Unfallverhütung im ..." gibt es auch für Tennis, Handball (2 Teile), Volleyball, Alpinen Skisport (2 Teile), Reitsport sowie Inline Skating.

Bezug

Alle Broschüren können kostenlos angefordert werden bei der ARAG Allgemeine Versicherung AG, Abteilung Sportversicherung, Yorckstr. 21, 40464 Düsseldorf.

Weitere Informationen

Dr. Thomas Henke, Lehrstuhl für Sportmedizin, Fakultät für Sportwissenschaft der RUB, Overbergstraße 19, 44801 Bochum, Tel.: 0234/32-24099, Fax.: 0234/32-14323, eMail:

thomas.henke@ruhr-uni-bochum.de; Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/spomed/
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