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Neue Trends im Fitnesssport

24.09.2002 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Während viele Sportvereine einen zunehmenden Mitgliederschwund beklagen, nimmt der Run auf die Fitness-Studios stetig zu. Innerhalb von nur zehn Jahren ist die Zahl der Besucher solcher Einrichtungen von 1,7 Millionen im Jahr 1990 auf rund 4,6 Millionen in 2000 gestiegen. Mittlerweile stellt die Gruppe der Fitnesssportler bereits den größten "Sportverein" in Deutschland dar. Um für ihre Mitglieder attraktiv zu bleiben und neue Besucher anzuziehen, werben die Studios über die bekannten Angebote wie Gerätetraining oder Aerobic hinaus mit immer neuen Trends. Doch wie gesund sind Spinning, Thaibo, Well-Gym, Aquarobic, Tai Chi und all die anderen als gesundheitsfördernd gepriesenen Angebote wirklich? Mit den gesundheitlichen Chancen und Risiken neuer Trends im Fitnesssport beschäftigt sich am kommenden Samstag und Sonntag, 28./29.September 2002, eine Tagung des Instituts für Sportmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM).

Ziel der Veranstaltung unter der Leitung von Institutsdirektor Prof. Dr. Klaus Völker ist es, die Teilnehmer theoretisch und praktisch über die heutigen Angebote im Bereich des Fitnesssports zu informieren und anhand erster wissenschaftlicher Studien sportmedizinische Aspekte eingehend zu beleuchten. Neben Vorträgen über mögliche internistische und orthopädische Auswirkungen beschäftigt sich ein Referat auch mit der psychologischen Motivation im Fitnesssport. Kennzeichnend für viele der neuen Trends ist das gemeinsame Üben in der Gruppe, meistens zu Musik. Besonders im Aufwind ist heute beispielsweise Thaibo, eine Verbindung von Kampfsportelementen mit Aerobic. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch das Spinning, bei dem eine Gruppe von etwa 15 Personen auf einem äußerlich einem Fahrradergometer gleichenden Gerät nicht vorhandene Berge und Täler überwindet. Einen Boom erlebt derzeit aber unter anderem auch das Training auf dem Coreboard, einem Steppgerät auf instabiler Unterlage, auf dem unterschiedlichste Übungen ausgeführt werden.

Zu vielen dieser neuen Fitnesssportarten hat das Institut für Sportmedizin des UKM inzwischen eigene Studien durchgeführt, deren Ergebnisse bei der Tagung vorgestellt werden. Ob die einzelnen Trends im Fitnessport gesund oder schädlich ist, kann nach Worten von Tagungsorganisator Dr. Lothar Thorwesten nicht pauschal beantwortet werden. Entscheidend im Hinblick auf die gewünschte gesundheitsfördernde Wirkung sei vielmehr die
individuelle Belastung des einzelnen Sporttreibenden. Die Trainer in den Studios, deren Zahl übrigens von 4000 in 1990 auf zirka 6500 in 2000 gewachsen ist, müssten daher über ein qualifiziertes Know how verfügen, das sie auch an die Trainierenden weitergeben.

Die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sportärztebund durchgeführte Tagung, die auch als Weiterbildungsveranstaltung des Sportärztebundes Westfalen e.V. fungiert, beginnt am Samstag, 28. September 2002, um 8.30 Uhr im Institut für Sportmedizin am Horstmarer Landweg 39. Während am Vormittag Vorträge auf dem Programm stehen, finden am Nachmittag praktische Übungen, unter anderem zum Spinning, Well-Gym und Thaibo statt. Am Sonntag beginnt das Programm zunächst wieder mit einem Vortragsblock, bevor die Teilnehmer ab 11.15 Uhr praktisch unter anderem Coreboard-Training, Aquarobic und Tai Chi vertraut gemacht werden. Mit zwei Vorträgen über den Arzt im Fitnessstudio und Geräteunterstütztes Ausdauertraining geht die Tagung gegen 18 Uhr zu Ende.
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