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Jugendliche diskutieren mit Politikern "Pfade nach Utopia"

05.12.2000 - (idw) Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg

AlphaBITisierung für alle - der PC als Grundbedürfnis

Was brennt Jugendlichen auf den Nägeln, wenn sie an die Zukunft denken? Die TA-Akademie und das Landesmuseum wollten es genau wissen und haben bei Jugendgruppen nachgefragt. Die Antwort lautete mehrheitlich: "Neue Kommunikationstechnologien"
Das Jugendforum "Pfade nach Utopia", das die Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg und das Landes-museum für Technik und Arbeit in Mannheim im Rahmen der Ausstellung "Mythos Jahrhundertwende" daraufhin durchgeführt haben, geht nun auf seinen abschließenden Höhepunkt zu.
Bei einem öffentlichen Hearing am 8. Dezember 2000 im Landesmuseum für Technik und Arbeit werden die beteiligten Jugendgruppen des bereits im November abgehaltenen Forums ihre Wünsche, Forderungen und Empfehlungen mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft diskutieren. Erwartet werden neben der Landesvorsitzenden der SPD, Ute Vogt, die Vorsitzende der Jungen Union Baden-Württemberg, Edith Grupp, Niombo Lomba vom Bundesvorstand der Grünen, Rolf Schmidt vom T.I.M.-Projekt der zukünftigen ver.di-Gewerkschaft, Karin Wunderlich vom Verein Frau und Technik, Jens Bockolt vom Start-up-Unternehmen businessMart AG sowie Hartmut Hillebrand von der SAP AG und der Rektor der Mannheimer Universität, Prof. Frankenberg.

"Hippokratischer" Eid fürs Netz
Die Forderungen, mit denen sich die Entscheider auseinandersetzen müssen, sind selbstbewusst formuliert, nicht eben bescheiden aber keineswegs übertrieben. "Dadurch, dass immer mehr Menschen Zugang zum Internet haben" so argumentierten etwa die Jugendlichen zum Thema ,Realität und Virtualität', "wird es immer schwieriger werden, Missbrauch zu verhindern. Daran ändern auch die geforderten internationalen Standards, Gesetze und Richtlinien nichts. Eine neue Ethik ist notwendig, ein sogenannter ,IT-Eid', der die Nutzung des Netzes zum Wohle aller festschreibt".
Bilder, die in den Medien als Dokumente zu Informations- und Beweiszwecken eingesetzt werden, dürfen nach Auffassung der Jugendlichen nicht digital bearbeitet werden. Sie schlagen daher eine Zertifizierung für unveränderte Fotos vor.
Weil die neuen Kommunikations-Techniken, wie früher Lesen und Schreiben, zur allgemeinen Kulturtechnik werden, mahnen die Forumsteilnehmer einen allgemeinen, gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen IT-Terminals an. Und die Schülerinnen und Schüler denken sogar an ihre Lehrer: sie fordern Weiterbildungsmaßnahmen für die Vermittlung von Medienkompetenz.
Die Diskussion dieser und weiterer Vorstellungen werden umrahmt sein von Musik, Theater und Video-Performances, allesamt Präsentationen von Jugendlichen, die sich am Projekt "JuXX - Jugend 2020" des Landesmuseums beteiligt haben.

Zu Beginn der Veranstaltung findet

am 8. Dezember 2000 um 15.00 Uhr im Seminarraum 1 des Landesmuseums für Technik und Arbeit
Museumsstraße 1
68165 Mannheim
ein Pressegespräch

statt, zu dem Sie - wie auch zum gesamten Hearing - herzlich eingeladen sind. Die Veranstaltung wird vom Internet-Radio scram (www.scram.fm) übertragen

Gerne schicken wir Ihnen die Pressemappe zu!
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