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Dortmunder Vater des deutschen Internets geht in den Ruhestand

08.12.2000 - (idw) Universität Dortmund

Dr. Rudolf Peter, einer der Väter des Internets in Deutschland und Mitarbeiter des Fachbereichs Informatik seit der Gründung 1972, ist heute (8.12.2000) in den Ruhestand verabschiedet worden.

Rudolf Peter war nach seiner Promotion in Mathematik an der Universität Frankfurt zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich tätig. Seit 1977 hat er als Leiter der Informatik-Rechner-Betriebsgruppe die rasante Entwicklung der Informatik-Landschaft aktiv begleitet und gestaltet:
Der erste zentrale Siemens-Großrechner des Fachbereichs mit damals sagenhaft großem Hauptspeicher von 1,5 MB für 2.400.000 DM wurde unter seiner Leitung beschafft; der Rechner war damals ausreichend für alle Professoren, Wissenschaftler/innen und rund 700 Studierende. Bekanntermaßen hat heute jeder PC mindestens 128 MB und kostet 2000 DM.
Anfang und Mitte der 80er Jahre begann das Zeitalter der Vernetzung: Der Fachbereich baute sein erstes internes Rechnernetz auf, das dann Verbindungen zu Forschungseinrichtungen in anderen Ländern erhielt: Das war der Beginn des Internets in Deutschland.
Rudolf Peter startete zur Realisierung der externen Vernetzung das Projekt EUnet - bis 1992 ging die Mehrzahl aller e-mails, die Deutschland verließen, über einen Rechner des Projektes. Peter stützte und förderte dieses Projekt, bis es als Unternehmen aus der Universität ausgegliedert wurde. Als besonders erfolgreiches Unternehmen wurde die EUnet GmbH von dem amerikanischen Konzern MCI gekauft.
Peter hat sich in ungewöhnlich engagierter Weise für seinen Fachbereich eingesetzt und verdient gemacht. Bei seinen Mitarbeiter und Studenten ist er außerordentlich beliebt - zur Verabschiedung in den Ruhestand werden viele Ehemalige erwartet; ein Ehemaliger reist sogar extra aus den USA an.
Rudolf Peter ist in München geboren, fühlt sich in Westfalen jedoch "sauwohl", obwohl ein großes Problem ihn in seinen Ruhestand begleitet: Trotz aller Erfolge der Borussen ist und bleibt er überzeugter Anhänger von 1860 München.
Nähere Information:
Hans Decker, Ruf 0231.755.2208 , Fax 231.755.2130,
e-mail: hans.decker@udo.edu

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