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Sonderkolloquium zu Ehren des Lebenswerkes von Göttingens 44. Nobelpreisträger Herbert Krömer

11.12.2000 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Als "geistiger Enkel von Max Born und Werner Heisenberg" steht Herbert Krömer in der ruhmvollen Tradition der Göttinger Physik, die dieses Jahr das 75jähriges Jubiläum der Begründung der Quantenphysik feiert. Prof. Dr. Rainer G. Ulbrich als derzeitiger Leiter des Institutes für Halbleiterphysik ist ein enger Fachkollege von Herbert Krömer und wird in seinem
Vortrag
"Zum diesjährigen Nobelpreis: Quantenmechanik in Nanostrukturen"
am 18.12.2000 um 17.15 Uhr im Hörsaal des III. Physikalischen Institutes,
Bürgerstr. 42-44
die Leistungen des diesjährigen Nobelpreisträgers würdigen.
Der 1928 in Weimar geborene Halbleiter-Spezialist Prof. Dr. Herbert Krömer erhielt diese höchste wissenschaftliche Auszeichnung am 10.10.2000 gemeinsam mit mit zwei Wissenschaftlern aus den USA und Russland
Krömer studierte ab 1948 u.a. gemeinsam mit Manfred Schroeder an der Universität Göttingen Physik und beendete seine Ausbildung 1951 mit dem Diplom, dem sich ein Jahr später die Promotion bei Prof. Richard Becker, dem Lehrstuhlnachfolger Max Borns, zum Thema "Zur Theorie des Germaniumgleichrichters und des Transistors" anschloß. Als junger Absolvent der Georgia Augusta forschte Krömer bei der Fernmeldetechnischen Zentrale in Darmstadt, anschließend arbeitete er vor allem in den USA. Bei der Firma Varian, einem Pionier der Mikrowellenanwendung, entwickelte er in den 50er Jahren wegweisende theoretische Grundlagen, ohne die das Mondprogramm der NASA, aber auch die heutige Medientechnik mit Richtfunkstrecken und Handys nicht denkbar wären. Als Professor an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara beschäftigte er sich später, wie schon als junger Forscher in Göttingen, mit dem Ladungstransport in Halbleitern und nahm wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung etwa der Lasertechnologie.


Kontakt: Prof. Dr. Rainer Ulbrich, Tel: 0551/394542
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