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"Nächstes Jahr wird endlich gebaut"

18.12.2000 - (idw) Fachhochschule Kempten

Jahresrückblick und Perspektiven für das Jahr 2001

Kempten.
Auf ein erfolgreiches Jahr für die Fachhochschule (FH) Kempten blickt Rektor, Prof. Dr.-Ing. Klaus Seidel, zurück. Herausragende Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres seien die 1. Hochschulmesse mit über 3000 Besuchern, der Hochschultag im Füssener Musical-Theater mit dem Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG Wendelin Wiedking als Festredner, die Spitzenplatzierung des Studienganges Maschinenbau beim Ranking des "stern", die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutschen Skiverband und der FH zur Unterstützung von Spitzensportlern sowie die Einführung des Studienganges "Informatik" gewesen, bilanziert Seidel. Und wenn im Oktober 2001 endlich der mit 23 Mio. DM veranschlagte vierte Bauabschnitt gestartet werde, könnten auch optimale räumliche Voraussetzungen geschaffen werden, prognostiziert der FH-Rektor für die Zukunft.
Das Hochbauamt der Stadt Kempten erstelle derzeit die Ausführungsunterlage für den Umbau. Das alte Vorlesungsgebäude an der Bahnhofstraße solle bekanntlich entkernt und um zwei Etagen aufgestockt werden. Außerdem erhalte die FH dann ein Audimax, und der gesamte Campus werde fertiggestellt.
Die angestrebte 2000er Schwelle bei den Studentenzahlen sei locker übersprungen worden, fährt der Rektor fort. Unter den 2163 im Wintersemester 2000/2001 eingeschriebenen Studenten (9,79 Prozent mehr als im Vorjahr) sind 581 Studienanfänger, was einer Steige-rung um 24,1% Prozent zum Jahr 1999/2000 entspricht. Nach einer allgemeinen Flaute in den technischen Fächern Anfang und Mitte der 90er Jahre sehe es in diesem Bereich jetzt wieder besser aus, freut sich Seidel über diese nachhaltige Steigerung gegenüber den Vorjahren. Das liege unter anderem an der Einführung des Studienganges "Informatik" (98 Anfänger) und dem neuen Ingenieur-"Stu-dium mit vertiefter Praxis" (Studienmodell). Gute Noten und Spitzenplätze gab es für den Studiengang Maschinenbau im "stern"- und "CHE"-Ranking. Stolz ist die FH Kempten hier auf den ersten Platz (von 68) bei der Frage nach der Zufriedenheit der Studierenden. In der aktuellen Statistik kommt jedoch die Technik erst an zweiter Stelle: Die meisten Studenten haben sich an der FH für den Studiengang Betriebswirtschaft einge-schrieben (836), gefolgt von Touris-mus (508), Wirtschaftsingenieurwesen (334), Ma-schi-nenbau (200), Elektrotechnik (187) und Informatik (98).
Auslandserfahrung ist gemeinsam mit einem praxisorientierten Studium wichtiges Merkmal einer modernen Hochschulausbildung. "Gerade in engen Märkten bringt Auslandserfahrung einen großen Wettbewerbsvorteil mit sich", betont Rektor Seidel. Hervorragende Arbeit leiste hier das Auslandsamt der FH. So wurden für weitere zwei Jahre 600.000 DM aus Mitteln der Europäischen Union (EU) für das LEONARDO-DA-VINCI-Projekt UPDATE bewilligt. Damit können 140 Auslands-Praktika finanziert werden. Auch die von der EU geförderten Auslands-Semester im SOKRATES/ERASMUS-Pro-gramm stehen in Kempten hoch im Kurs: Über 8 Prozent der Studierenden erhielten dafür Stipendien. Damit liegt die FH Kempten bayernweit vorn und in Deutschland auf Rang acht.
Vor Ort hat die Fachhochschule in diesem Sommer bestehende Kontakte in den USA intensiviert und neue in China geknüpft. Prorektor Prof. Dr. Richard Geml hat als Gastprofessor am Community College von Waco (Texas) gelehrt und Rektor Seidel sowie Bernd Holzhauser vom Auslandsamt haben Aufklärungsarbeit in Sachen FH geleistet. "Vor allem angehende Ingenieure sind dort gern gesehene Praktikanten", fasst Seidel zusammen. Die Kemptener erhielten vom College große Unterstützung - so bestehe unter anderem die Möglichkeit, auf dem Campus zu leben. Die Beziehungen zur University of Missouri in Kansas City wurden bei dieser Reise ausserdem vertieft.
Ein voller Erfolg war die im April von der FH und der Allgäuer Zeitung erstmals durchgeführte Hochschulmesse. Mehr als 3.000 zumeist junge Besucher nutzten dabei die Gelegenheit, Wissenswertes rund ums Studium zu erfahren und gleichzeitig ihre Perspektiven nach dem Abschluss bei den über 70 vertretenen Firmen aus dem Allgäu sowie den nahen Ballungsräumen München und Stuttgart auszuloten. "Das Interesse ist riesig", kommentiert der Rektor die vielen Firmen-Anfragen für die 2. Hochschulmesse, die am 24. April 2001 geplant ist.
Und auch der Hochschultag, der im Oktober im Musical-Theater in Füssen stattfand, war eine rundum gelungene Veranstaltung. Als Festredner brillierte der Porsche AG-Vor-standsvorsitzende Wendelin Wiedeking. Die Atmosphäre des Theaters, die Darbietungen der Musical-Darsteller sowie das gesamte Ambiente machten diesen Hochschultag nicht nur für die Absolventen zu einem besonderen Erlebnis.
Als Deutschlands erste Hochschule wird die FHK künftig jungen Wintersportlern die Möglichkeit geben, Studium und sportliche Karriere unter einen Hut zu bringen. Die FHK hat dazu im Oktober einen Kooperationsvertrag mit dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, dem Deutschen Skiverband (DSV), dem Olympiastützpunkt Bayern und dem Studentenwerk Augsburg geschlossen und ist nun Partnerhochschule des Spitzensports. Als eine Verpflichtung sieht die FH Kempten die Unterstützung der jungen Spitzensportler an - zurzeit sind es der Skispringer Leif Frey sowie der Snowboarder Michael Layer, die von dieser Vereinbarung profitieren.
Der Start des Internationalen Hochschulinstituts für Weiterbildung Lindau/Bodensee (IHL) ist auf April 2001 verschoben worden.
Für das Weiterbildungsstudium "Informations- und Kommunikationsmanagement" fehlen bisher die Studenten. "Es wäre ideal, wenn Firmen ihre Mitarbeiter zu diesem Studium abordnen würden", stellt sich Seidel vor. Als erster Professor für das als An-Institut der FH Kempten geführte IHL wurde Dr. Thomas Kattler aus Diedorf berufen. Hier sei jetzt die Industrie gefragt, die nach der Einrichtung eines solchen Weiterbildungsinstitutes gerufen hätte.
Von der "High-Tech-Offensive Bayern" (HTO) seien für die FH insgesamt 6,5 Mio. DM bewilligt worden, weist Rektor Seidel auf den Erfolg der Kemptener Anträge hin. Im einzelnen seien das 1,62 Mio. DM für den Aufbau des Studienganges "Informatik" und 2 Mio. DM für den Aufbau des IHL in Lindau aus überregionalen HTO-Mitteln sowie 1,724 Mio. DM für das EDA-Projekt und 1,173 Mio. DM für das Komeptenzzentrum Elektrosmog aus regionalen HTO-Töpfen. Der modifizierte Antrag "Multimedia-Kompetenzzentrum" der FH stehe als "Nachrückprojekt" auf der Reserve-Liste der Bezirksregierung Schwaben für die High-Tech-Offensive Bayern. "Vielleicht rutschen wir nach," kommentiert er.

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