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Begründer der deutschen Afroromanistik nun 60: Prof. Dr. János Riesz

09.01.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Ein Wissenschaftler, der die Afroromanistik nicht nur in Bayreuth, sondern in Deutschland etabliert hat, ist jetzt 60 Jahre alt geworden: Professor Dr. János Riesz, Vizepräsident der Universität und Inhaber des Lehrstuhls für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik mit besonderer Berücksichtigung der afrikanischen Literatur.


Jetzt 60 Jahre alt: János Riesz Begründer der deutschen Afroromanistik wurde 60:
Professor Dr. János Riesz
Bayreuth (UBT). Ein Wissenschaftler, mit dessen Namen und Leistungen sich die Universität Bayreuth schmücken kann, ist jetzt 60 Jahre alt geworden: Professor Dr. János Riesz, Vizepräsident der Universität und Inhaber des Lehrstuhls für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik mit besonderer Berücksichtigung der afrikanischen Literatur, wie etwas weitschweifig die genaue Bezeichnung lautet. Man wird aber auch der Sache gerecht, wenn man ihn als denjenigen bezeichnet, der die Afroromanistik nicht nur in Bayreuth, sondern in Deutschland etabliert hat. Und er hat in den mehr als 20 Jahren seines Schaffens in dieser Stadt eine Bayreuther Schule der französischsprachigen und afrikabezogenen Literaturwissenschaft kreiert, die in diesem Metier weltweit Anerkennung gefunden hat.

Es ist eine international geprägte Schule, die die ersten fünf Habilitationen in diesem Bereich in Deutschland hervorgebracht hat und nicht nur Deutsche, sondern natürlich auch afrikanische Wissenschaftler umfaßt. Insgesamt sind es an die zehn Habilitationen, die der 1941 als Sohn ungar-deutscher Eltern in Ungarn geborene Wissenschaftler betreut hat. Dazu kommen noch 30 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die unter seiner Obhut ihre Doktorarbeiten geschrieben haben. Für Riesz selber unterstreicht die Tatsache, dass er in Bayreuth die meisten Humboldt-Stipendiaten zu verzeichnen hat, also ausländische Wissenschaftler, die mit Hilfe der Humboldt-Stiftung zeitlich begrenzt ihre Forschungen vorantreiben, die Internationalität der Arbeiten an seinem Lehrstuhl.

Prof. Riesz, der in Heidelberg und Bonn Germanistik, Romanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft studierte und als Schüler von Horst Rüdiger 1968 im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Bonn promovierte, hat in seinem Wissenschaftlerleben natürlich auch schon offizielle Anerkennungen erfahren. So ist er in Frankreich Offizier des Ordens Palmes Academique wie im Senegal des Ordens Lion vert, dazu Mitglied der belgischen Akademie der Überseewissenschaften. Seine Schüler sind über die Welt verstreut, erst jüngst wieder wurde einer Juniorprofessor an der Universität von Quebec in Kanada.

János Riesz, der sich 1975 für Romanische Philologie in Mainz habilitierte, kam zum Sommersemester 1979 als einer der ersten Professoren an die damals im Aufbau befindliche Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät. Dass sein Wort nicht nur wissenschaftlich von Wert ist, sondern auch im Gefüge der Organisation der Universität zählt, davon zeugt, dass er Dekan seiner Fakultät war und zweimal Vizepräsident dieser Universität, beim ersten Mal zuständig für Lehre und Studierende, derzeit für den Bereich Forschung und Wissenschaftlicher Nachwuchs. Dass die Schaffenskraft des früheren, bis zur Marathondistanz reichenden Hobbyläufers ungebrochen ist, belegt, dass er sich mit Feuereifer einem neuen Projekt zuwendet, das ihm eben die Deutsche Forschungsgemeinschaft auf zwei Jahre genehmigt hat.
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