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Neues Wundzentrum etabliert

10.01.2001 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Mit Beginn diesen Jahres wurde im ambulanten Versorgungsbereich der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie Magdeburg ein Wundzentrum vorrangig zur Behandlung chronischer Wunden wie venöse und arterielle Ulzerationen (Geschwüre), Dekubitus (Druckgeschwüre) oder infizierter Wunden etabliert.

Auch im Bereich der Wundbehandlung besteht zunehmend die Notwendigkeit, anfallende Kosten ohne Qualitätseinbußen zu analysieren und das Kostenmanagement an den knapper werdenden finanziellen Ressourcen zu orientieren. Voraussetzung für eine effiziente Wundbehandlung ist ein fundiertes Wissen über die physiologischen bzw. pathophysiologischen und biochemischen Vorgänge der Wundheilung, um gerade bei den immer häufiger auftretenden chronischen Problemwunden optimale Therapiekonzepte anzuwenden und vielfache Behandlungsversuche mit daraus resultierender verlängerter Heilungsdauer zu verhindern.

Auf dem Gebiet der Wundheilung wurden in den letzten Jahren weltweit beachtliche Forschungsergebnisse erzielt. Dazu gehören spezielle Wundauflagen, Biochirurgie, Anzucht von Zellkulturen aus patienteneigenen Zellen der Haut und der äußeren epithelialen Wurzelscheide sowie der Einsatz gentechnisch hergestellter Wachstumsfaktoren. "Die Wundheilung ist jedoch nicht nur ein lokal ablaufendes und lokal zu behandelndes Ereignis und bedarf immer der Anwendung eines gesamtheitlichen Therapiekonzeptes mit beispielsweise operativer Versorgung, Beeinflussung systemischer Grunderkrankungen und besonderer pflegerischer Maßnahmen", betont Klinikdirektor Professor Harald Gollnick. Zu den klinischen und Forschungsschwerpunkten der Magdeburger Hautklinik gehört seit langem die Behandlung chronischer Wunden. "Hierbei arbeiten wir sehr eng mit der Chirurgischen Klinik von Professor Lippert zusammen", so Gollnick.

Speziell ausgebildete Wundschwestern sorgen in dem neu etablierten Wundzentrum gemeinsam mit einem phlebologisch und dermato-chirurgisch ausgerichteten Ärzteteam für eine bessere Vernetzung zwischen vollstationären, teilstationären und insbesondere auch ambulanten Behandlungsmethoden. Anliegen hierbei sei es, betont Professor Gollnick, im Sinne der Patienten sowohl einen stationären Klinikaufenthalt zu vermeiden oder zumindest zu verkürzen und andererseits im Interesse der Krankenkassen die Kosten für die Behandlung so gering wie möglich zu halten.
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