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Bayreuths Uni-Präsident Helmut Ruppert wird 60 Jahre alt

18.01.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Er steht für Profilbildung, kritische Selbsteinschätzung, Internationalisierung, für eine Modernisierung des Studienangebots und für ein hohes Maß an Eigenverantwortung: Bayreuths Universitätspräsident, Professor Dr. Dr. h. c. Helmut Ruppert, wird am Donnerstag (18. Januar) 60 Jahre alt.


Nun 60: Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Ruppert Bayreuths Uni-Präsident Helmut Ruppert wird 60 Jahre alt
Er steht für Profilbildung, Internationalisierung und neue Studienangebote

Bayreuth (UBT). Er steht für Profilbildung, kritische Selbsteinschätzung, Internationalisierung, für eine Modernisierung des Studienangebots und für ein hohes Maß an Eigenverantwortung: Bayreuths Universitätspräsident, Professor Dr. Dr. h. c. Helmut Ruppert, wird am Donnerstag (18. Januar) 60 Jahre alt. Aus diesem Anlaß ist für Gratulanten in der Zeit zwischen 11 und 13 Uhr im Senatssaal der Universität, im Gebäude der Zentralen Universitätsverwaltung, ein Empfang organisiert worden.

Die dreijährige Amtszeit des Jubilars hat - nicht immer konfliktfrei - Spuren hinterlassen. Neue Studiengänge wie etwa jüngst der Diplomstudiengang Polymer- und Kolloidchemie oder die neuartigen Bachelor- und Mastersangebote sind ein Beleg dafür. Und im Kern sind die neuen Angebote fachübergreifend, modulartig angelegt, auch ein Punkt, auf den Professor Ruppert Wert legt.

Der gebürtige Marktredwitzer wird auch nicht müde, immer wieder die Notwendigkeit von Profilbildung zu betonen, die einhergehen müsse mit einem ständigen Hinterfragen des Erreichten und der weiteren Zielsetzung. Und er hält die Fahne der Internationalität hoch, für ihn, der lange Jahre wissenschaftlich im Vorderen Orient und in Afrika gearbeitet hat, nicht nur eine Notwendigkeit, den Wissenschaftsstandort zu stärken, sondern auch ein Herzensbedürfnis.

Dass er sein Versprechen zu Beginn seiner Amtszeit, Präsident für die gesamte Universität zu sein, wahrgemacht hat sieht man daran, dass er sich ebenso entschlossen für die Komplettierung und notwendigen Verwurzelungen in der Region der "neuen" Ingenieurwissenschaften eingesetzt hat, wie er etwa die Belange der Kulturwissenschaften vertritt, nicht etwas abseits am Stadtrand zu existieren, sondern in einem neuen Gebäude auf dem Campus die Möglichkeiten des Austausches mit den anderen Disziplinen zu nutzen. Dieses, was an anderer Stelle als Schnittstellenphilosophie bekannt ist, wird Helmut Ruppert nicht müde zu unterstützen.

Für alle Anliegen hat der Universitätspräsident ein offenes Ohr, scheut er keine zusätzliche Zeit. Dabei hilft ihm sicherlich sein verbindliches, stets freundliches Naturell, das aber nicht darüber hinweg täuschen darf, dass der nun 60-jährige dies mit einem erheblichen Maß an Durchsetzungsfähigkeit und Beharrlichkeit paart.

Der Bayreuther Universitätspräsident, der in Erlangen studierte (Lehramt am Gymnasium mit den Fächern Wirtschaftswissenschaften und Erdkunde sowie das Erweiterungsfach Sozialkunde), dort auch mit einer Arbeit über "Beirut - eine westlich geprägte Stadt des Orients" promovierte und 1974 ordentlicher Professor der zweiten Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Erlanger Universität in deren Bayreuther Abteilung wurde, besitzt auch eine große Erfahrung in der akademischen Selbstverwaltung. So engagierte er sich nicht nur bereits in seiner Assistentenzeit in Erlangen als Sprecher deren Gremiums, sondern war auch zwischen 1971 und 1977 Mitglied des Strukturbeirats der damals entstehenden Bayreuther Universität, amtierte als letzter Dekan der in Bayreuth ansässigen Erlanger Fakultät, war in der neuen Bayreuther Universität zwischen 1979 und 1982 Vizepräsident für den Bereich Lehre und Studierende und dazu auch Senatsmitglied.

Hochschulpolitisches Geschick und die bereits erwähnte Durchsetzungsfähigkeit bewies der Jubilar zwischen 1991 und 1994 als Gründungsdekan der Philosophischen Fakultät der damaligen TU Chemitz-Zwickau. Er entwickelte deren Konzeption, baute sie auf, berief dabei 42 Hochschullehrer und wirkte maßgeblich bei der Fusion der TU Chemnitz mit der Pädagogischen Hochschule Zwickau mit.

In der Lehre entwickelte er neue Konzeptionen wie das Chemnitzer Modell der Magisterausbildung (die Verbindung eines geisteswissenschaftlichen Hauptfaches mit einem zweiten Fach außerhalb der Fakultät) und die Verbindung Natur- und Ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge mit kultur- und sozialwissenschaftlichen Modulen.

In der Wissenschaft kann der Professor für Geographiedidaktik auf mehrmonatige Forschungsaufenthalte im Libanon und Israel und Forschungen im Sudan und Tansania verweisen. Dort leitete er das Projekt "Land-Stadt-Wanderung und Wandel der Landnutzung" in den beiden genannten Ländern. Zwischen 1981 und 1984 gehörte er überdies der deutsch-israelischen Schulbuchkommission an. Gerade diese Forschungen verweisen auf seine Aktivitäten während seiner damaligen Vizepräsidentschaft, als er an der Umsetzung der Afrikanologie der Bayreuther Universität beteiligt war und den 1984 eingerichteten Sonderforschungsbereich "Identität in Afrika" vorbereitete, dessen Sprecher er lange Jahre war. Überhaupt ist Helmut Ruppert ein überzeugter Verfechter der Afrikaforschung, was sich nur institutionell, etwa als Geschäftsführer des Instituts für Afrikastudien, belegen läßt.

Dass bei seinen vielfältigen Aktivitäten, zu denen auch seit dem Frühjahr 2000 der Vorsitz der Bayerischen Rektorenkonferenz gehört, Ehrungen nicht ausbleiben, belegen das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie eine Ehrenpromotion durch die Philosophische Fakultät der TU Chemnitz.

Gleichwohl gehört der Jubilar weniger zu denjenigen, die immer im Mittelpunkt stehen müssen sondern ist es gewohnt, die Sache in den Vordergrund zu stellen. Das gilt auch für die Gratulationscour beim anstehenden Geburtstagsempfang. Denn anstelle von Präsenten erbittet er eine Spende an den Universitätsverein Bayreuth e.V., den Kreis also, in dem die Freunde, Förderer und Absolventen der Universität Bayreuth zusammenstehen. Folgende Bankverbindungen können dabei genutzt werden:

Hypo Vereinsbank Bayreuth 3 135 950 (BLZ 773 200 72)

StadtSparkasse Bayreuth 9 015 850
(BLZ 773 500 00)
SchmidtBank Bayreuth 20 044 118
(BLZ 773 300 70)
Volksbank/Raiffeisenbank Bayreuth 7 030
(BLZ 773 900 00)
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