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Gütesiegel des Akkreditierungsrates für WHU

26.01.2001 - (idw) FIBAA

Statement von Dr. Franz Schoser, Hauptgeschäftsführers des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) und Präsidenten der FIBAA, anlässlich der Verleihung des Gütesiegels des Akkretierungsrates durch die FIBAA an das MBA-Programm der WHU - Otto-Beisheim-Hochschule am 26. Januar 2001 in Vallendar.

Die Hochschullandschaft in Deutschland ändert sich schneller, als wir es vor wenigen Jahren jemals für möglich gehalten haben. Globalisierung und das Dogma der Internationalität reichen bereits weit über bloße Verbünde oder joint ventures hinaus. Studiengänge müssen kompatibel und über Grenzen hinweg "handelbar" sein. Das hat die Wissenschaft in Deutschland in extremem Maß herausgefordert. So Dr. Franz Schoser, Hauptgeschäftsführers des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) und Präsidenten der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA), anlässlich der Verleihung des Gütesiegels des Deutschen Akkretierungsrates durch die FIBAA an das MBA-Programm der WHU - Otto-Beisheim-Hochschule am 26. Januar 2001 in Vallendar.

Mehr Transparenz, mehr Leistung, mehr Innovation sind die Instrumente, mit denen die Reformen vorangetragen werden. Für einen Meilenstein auf diesem Weg halte ich die Novelle des Hochschulrahmengesetzes durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) von 1998. Die deutschen Hochschulen haben nun die Möglichkeit, Bachelor- und Master-Studiengänge einzuführen. Das kann in Form einer gestuften Ausbildung oder auch als Studiengang in der Weiterbildung geschehen. Nationale Angebote sind ebenso möglich wie internationale Kooperationen, vom Dual Degree bis zum integrierten Franchising-Modell. Flexibilität, Wettbewerb, Profilbildung und Autonomie heißen die großen Herausforderungen im Reformprozess an deutschen Hochschulen. Kein Bereich ist ausgenommen. Zur Zeit wird sogar eine der heiligen Kühe, das Besoldungs- und Dienstrecht, genau unter die Lupe genommen.

Aber: Das Angebot allein reicht nicht. Wer heute auf dem nationalen und globalen Bildungsmarkt mit seinen Studien- und Bildungsangeboten wettbewerbsfähig sein will, muss eines nachweisen können: Die Leistungsfähigkeit seines Angebots. Die staatliche Anerkennung allein ist kein Garant mehr für Qualität. Der Blick über den Tellerrand regionaler Bildungspolitik offenbart schonungslos, dass nur der als Mitglied in der nationalen und internationalen Bildungsliga akzeptiert wird, der für Transparenz sorgt und internationale Standards zur Meßlatte seiner Bildungsleistungen macht. Die Zeiten haben sich geändert, als staatliche Aufsicht und der Namen allein für Qualität standen. Die WHU hat diesen nationalen und internationalen Weg schon früh beschritten, zu einer Zeit als bei uns private Hochschule und externe Qualitätssicherung als ein Hirngespinst von Fantasten oder Revolutionären belächelt wurde.

Eine dieser Revolutionen ist die externe Qualitätssicherung für Bachelor- und Masterstudiengänge. Mit dem Akkreditierungsrat wurde ein wichtiges Qualitätssicherungselement geschaffen. Mittlerweile wurden durch ihn vier Qualitätssicherungsagenturen akkreditiert. Drei davon als Fachakkreditierer wie in Europa, USA und Asien üblich. Eine dieser Fachagenturen ist die FIBAA. Damit ist etwas Bemerkenswertes in der deutschen Hochschullandschaft geschehen. Erstmals in der Geschichte der Wissen-schaft wurde eine gemeinsame Einrichtung aus der Feder der Wirtschaft und der Wissenschaft beauftragt, quasi "von außen" eine Überprüfung staatlicher oder staatlich anerkannter Studienprogramme vorzunehmen. Selbstverständlich gehört dazu viel Kompetenz von beiden Seiten.

Die FIBAA hatte in den vergangenen Monaten das MBA-Programm der WHU im Auftrag des Akkreditierungsrates auf Herz und Nieren zu prüfen. Da der Ruf verpflichtet, haben wir, die FIBAA, es der WHU nicht leicht gemacht. Vier Gutachter mit entsprechendem Ruf sind ans Werk gegangen. Ihnen gilt heute mein Dank: Herrn Prof. Gehrmann von der Fachhochschule des Bundes, Herrn Prof. Leube von der Stanford University, Herrn Prof. Kiepe von der BASF AG und Herrn Prof. Pawloswsky von der TU Chemnitz.

Das Ergebnis ist bekannt. Hier sind einige Details aus dem Gutachten der Prüfer: Das MBA-Programm hat 49 von 80 Qualitätsstandards exzellent erfüllt. Das ist auch die Gesamtbewertung. Hervorzuheben ist die internationale und die interkulturelle Ausrichtung des Studiums sowie der handlungsorientierte Praxisbezug. Auch die internationale Ausrichtung des Lehrstabes und dessen Professionalität werden im Bericht als exzellent bezeichnet. Erstklassig ist ferner die Verbindung von Theorie und Praxis. Das akademische Klima ist positiv, konstruktiv und offen. Eine moderne Methodik und Didaktik sind selbstverständlich.

Im Anschluss erfolgte die Gütesiegelübergabe durch Dr. Franz Schoser. an Herr Professor. Brockhoff Rektor der WHU und Herr Professor. Albach Dean des WHU MBA Programms


Anmerkung: Um die Sicherung der Qualität in Lehre und Studium zu garantieren und um den Studierenden, den Arbeitgebern und den Hochschulen eine verlässliche Orientierung bei verbesserter Transparenz zu bieten, wurde durch Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) vom 3. Dezember 1998 der Akkreditierungsrat eingerichtet. Die Aufgabe des Akkreditierungsrates besteht darin, Agenturen zu begutachten bzw. zu akkreditieren, die ihrerseits wiederum die zunächst probeweise eingeführten Studiengänge Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister akkreditieren. Die Agenturen wie die von ihnen akkreditierten Studiengänge tragen im Falle einer erfolgreichen Begutachtung das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates. Weitere Fachakkreditierer sind die Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften und der Informatik (ASII) sowie Akkreditierungsagentur für die Studiengänge Chemie, Biochemie und Chemieingenieurwesen an Universitäten und Fachhochschulen (A-CBC)

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