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DSM nahm im letzten Jahr Fahrt auf

02.02.2001 - (idw) Deutsches Schiffahrtsmuseum

Steigerung der Besucherzahlen gegenüber 1999 um 28.000 - Drei wichtige Ereignisse in zwölf Monaten: Fertigstellung der Kogge, Erweiterungsbau in Betrieb, Schenkung der Sammlung Hugo Bruhn - Status als nationales Wissenschaftsmuseum ungefährdet

Info-Service Nr. 02/01 vom 02.02.2001

DSM nahm im letzten Jahr Fahrt auf

Steigerung der Besucherzahlen gegenüber 1999 um 28.000 - Drei wichtige Ereignisse in zwölf Monaten: Fertigstellung der Kogge, Erweiterungsbau in Betrieb, Schenkung der Sammlung Hugo Bruhn - Status als nationales Wissenschaftsmuseum ungefährdet

Seitdem die Bremer Hansekogge von 1380, der bedeutendste mittelalterliche Schiffsfund weltweit, nach fast achtzehnjährigem Dornröschenschlaf in einem Konservierungsbecken (Enthüllungsdatum: 17. Mai 2000) endlich frei im Raum steht und von drei Ebenen ungehindert zu beschauen ist, vor allem aber seitdem Bundespräsident Johannes Rau am 31. Mai 2000 das lang ersehnte Erweiterungsgebäude seiner Bestimmung übergeben hat, nimmt das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven wieder Fahrt auf. Die Zahl der Besucher stieg im Jahr 2000 gegenüber 1999 (200.161) um 14,03 Prozent auf 228.234 - das beste Ergebnis seit 1996 nach dem Beginn der Bauarbeiten für das Erweiterungsgebäude.

Die Aufwärtsentwicklung setzte schon im April ein, als mit 19.705 gezählten Besuchern ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber April 1999 erreicht wurde. Den höchsten Zuwachs erzielte das DSM im September mit 41,6 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 1999. Stärkster Tag im Jahr war der 8. August, ein Dienstag, an dem 2.093 Besucher die Kasse passierten.

Für das DSM war 2000 in mehrfacher Hinsicht ein Glücksjahr: Es erhielt mit der Walfangsammlung des verstorbenen Hamburger Spediteurs Hugo Bruhn von dessen Witwe Helly Bruhn-Brass die bislang wertvollste Stiftung seiner Geschichte. Da es dem Museum um die gleiche Zeit gelungen war, eine originale Walfangschaluppe aus dem Nachlass des verstorbenen Nobelpreisträgers für Physik, Professor Henry Kendall, und einen Trankochkessel zu erwerben, kann es nun seit der Eröffnung des Erweiterungsgebäudes eine der acht besten Walfangsammlungen der Welt präsentieren.

Auch die anderen Sammlungsbereiche profitierten von Spenden und Dauerleihgaben. So stiftete Dr. Heinrich Stettner für seine bereits im DSM befindliche Grafiksammlung die komplette, aus 12 Blättern bestehende Kupferstichserie des Niederländers Johannes Porcellis zur kleinen Küstenschiffahrt von 1627. Damit zählt die kommentierte Publikation von 1996 zu dieser Sammlung nunmehr zu den Bestandskatalogen des Museums. Von einem Wirtschaftsunternehmen erhielt das DSM den Tauchroboter "David" geschenkt, ein Großgerät, das Ende der achtziger Jahre zur Erleichterung der Arbeit von Tauchern an den Beinen von Bohrinseln entwickelt wurde, und das Technikmuseum U-Boot Wilhelm Bauer stiftete für die Sammlung zur Geschichte der astronomischen Navigation eine kostbare Armillarsphäre.

Bei seiner eigenen Sammlertätigkeit legte das DSM den Schwerpunkt auf den Erwerb von Objekten, Modellen und Dioramen, von Film- und Fotodokumentationen für die neuen Abteilungen im Erweiterungsgebäude. So wurden ein modernes Freifallrettungsboot, eine Filmdokumentation zur Tauchfahrt der "Trieste", ein Diorama zum Grönlandwalfang und ein Walfanggemälde des niederländischen Malers Adam Silo aus der Zeit um 1730 angeschafft.

Die insgesamt positive Entwicklung hatte sich schon im Herbst 1999 angelassen, als nach einer gründlichen Überprüfung durch eine vom Wissenschaftsrat beauftragte Kommission feststand, dass das DSM nahezu mühelos alle Kriterien erfüllte, die an ein Wissenschaftsmuseum zu stellen sind. Damit behält das Deutsche Schiffahrtsmuseum als eines von nur sechs nationalen Museen in Deutschland seinen Platz auf der begehrten so genannten "Blauen Liste". Damit finden die guten Leistungen seiner Wissenschaftler in der Forschung und bei der Publizierung von deren Resultaten Anerkennung. Außerdem ist sichergestellt, dass weiterhin Bundesmittel nach Bremerhaven fließen. Sie machen immerhin mehr als 40 Prozent auf der Einnahmeseite des DSM-Haushalts aus.

"Auch die Tatsache, dass der Förderverein Deutsches Schiffahrtsmuseum im abgelaufenen Jahr mehr als 100 neue Mitglieder verzeichnen konnte, beweist, dass das Museum an Attraktivität gewonnen hat," stellte Hans Walter Keweloh, stellvertretender DSM-Direktor, hoch zufrieden fest. Zusammen mit dem Kuratorium für das Deutsche Schiffahrtsmuseum trägt der Förderverein dazu bei, dass die Arbeit des Museums in erheblichem Umfang unterstützt wird.

Ein weiteres Ergebnis: Alle Museen in Bremerhaven kamen im abgelaufenen Jahr auf 429.069 Besucher. Zu dieser guten Zahl trug vor allem auch das dem DSM partnerschaftlich verbundene Technikmuseum U-Boot Wilhelm Bauer mit 142.581 Schaulustigen bei. Es kam damit gegenüber 1999 (130.875) auf einen Zuwachs von 8,9 Prozent.

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