Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 8. April 2020 

Performance von Wissenschaft und Design in Berlin

27.09.2002 - (idw) Universität des Saarlandes

Gemeinsame Pressemitteilung der Universität des Saarlandes und der Vertretung des Saarlandes beim Bund

Der Tag der Deutschen Einheit wird am 03. Oktober 2002 in Berlin mit Festakt und Bürgerfest gefeiert. Auch das Saarland beteiligt sich an diesem festlichen Ereignis. Doch während Berlin 12 Jahre deutsche Einheit feiert, kann das Saarland in diesem Jahr 45 Jahre deutsche Einheit feiern. Denn das Saarland ist zum 1. Januar 1957, vor 45 Jahren, der Bundesrepublik Deutschland beigetreten und ist folglich das älteste neue Bundesland.

Die Bevollmächtigte des Saarlandes beim Bund, Staatssekretärin Monika Beck, lädt alle, die zum Tag der Deutschen Einheit nach Berlin kommen sowie alle Berlinerinnen und Berliner, herzlich in die Saarländische Landesvertretung ein. Sie wird am 3. Oktober von 10 bis 18 Uhr für Besucher offen stehen. Beck: "In einer Performance von Wissenschaft und Design präsentieren wir das Saarland als innovatives und der Zukunft zugewandtes Land. Designer von der Hochschule der Bildenden Künste Saar und der Universität des Saarlandes haben mit Unterstützung von Gesamttextil zwei anspruchsvolle und publikumswirksame Projekte umgesetzt. Das innovative Saarland ist keine
Vision - es ist längst Wirklichkeit."

Im "Büro der Zukunft" wird eine Bürosituation im Jahre 2025 gezeigt, in der die Informationstechnologien, die im Saarland erforscht und entwickelt werden (Deutsches Zentrum für Künstliche Intelligenz; Prof. Wahlster und Prof. Uszkoreit), in ihrer Auswirkung auf die Büroarbeit dargestellt sind. Dabei wird deutlich werden, dass der Arbeitsalltag nicht nur effektiver, sondern auch angenehmer gestaltet werden wird. Die Vision eines Büros im Jahres 2017 wird in einer Installation anschaulich simuliert: Frau Adamis, Sachbearbeiterin für den Bereich "virtuell-shop-systems" arbeitet exemplarisch an einem Multiplay-Angebotsfeature für innovative Textilien.
Den traditionellen Arbeitsplatz mit, Tisch, Stuhl, Computer und der üblichen Hardware-Peripherie gibt es schon lange nicht mehr. Nur das Bild der Liebsten im Goldrahmen erinnert noch an die alten Bürozeiten der prävirtuellen Zeit. Angelehnt an ihre "Furniture-Communication" bewegt sie sich "in" einem "Kommunikationsscrene". Sie spricht face to face mit Anrufern, Termine werden abgesprochen, die automatisch mit dem gemeinsamen Kalender abgeglichen werden, Gespräche werden sofort translatet und protokolliert, Texte und Daten werden zusammen mit mehreren Gesprächspartnern gesucht, Anrufe während des aktuellen Gesprächs werden vertagt und gemeinsam werden Bilder für den elektronischen Katalog ausgewählt (Gestik-Einsatz bei der Auswahl). Nur die gegenseitige Einladung zum Cappuccino in die Cafeteria erfordert noch die persönliche Anwesenheit ihrer Gesprächspartner.
Solche Visionen gibt es viele; ihre Realisierung jedoch ist nur möglich, weil die Forschungs- und Bildungseinrichtungen des Saarlandes eng mit der Industrie zusammenarbeiten. Eine gemeinsame Präsentation der Landesvertretung mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Saarbrücken, der Universität des Saarlandes, dem Gesamtverband der Textilindustrie e.V. und der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken (Prof. Hullmann und Prof. Detzler.)

Im "Nanolabor der Zukunft" wird eine Laborsituation mit einer Ausstellung von Laborinstrumenten einschließlich eines Rasterelektronenmikroskops inszeniert. Hier soll der saarländische Kompetenzschwerpunkt Nanowissenschaften und -technologien im Vordergrund stehen (Lehrstuhl Prof. Hartmann). Thema der exemplarisch dargestellten Forschung werden nanotechnologische Anwendungen für die Textilindustrie sein. Textilien mit Nanobeschichtungen oder mit neuen Oberflächenstrukturen, die eine Fülle von neuen Eigenschaften haben, sind die Textilien der Zukunft. T-Shirts, die nicht mehr verschmutzen, Hemden, die nie nach "Körper" riechen, Verbandsmaterial, das antimikrobiell wirkt und nicht mit Wunden verklebt; Shirts, die Medikamente an den Körper abgeben und Teddybären, die duften, wenn sie berührt werden. Die Entwicklung solcher High-Tech-Textilien ist nur möglich, weil die Forschungseinrichtungen zur Nanotechnologie im Saarland eng mit den Forschungsinstituten der Textil-Industrie zusammenarbeiten. Eine gemeinsame Präsentation der Landesvertretung mit der Fachrichtung Experimentalphysik der Universität des Saarlandes, der Hochschule der Bildenden Künste Saar (Prof. Hullmann und Prof. Detzler), Saarbrücken, dem Deutsches Wollforschungsinstitut (DWI) an der RWTH Aachen, dem Gesamtverband der Textilindustrie e.V., dem Hohensteiner Institut, Bönnigheim, dem Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West e.V., Krefeld und dem Institut für textile
Verfahrentechnik Denkendorf (ITV).

Klanginstallationen des Saar-Stipendiaten Stephan Mathieu helfen dem Besucher, in die Räume der Zukunft einzusteigen.

Für die interessierten Besucher stehen kompetente Gesprächspartner zur Verfügung, die über die Präsentationen Auskunft geben bzw. über die politischen und kulturellen Aufgaben der Landesvertretung informieren. Über entsprechendes Informationsmaterial wird für das Saarland als Wirtschaftsstandort und Tourismusland geworben werden.
Dank der Unterstützung durch den Förderverein der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz wird als Geschenk an die Berlinerinnen und Berliner sowie deren Gäste in den Abend- und Nachtstunden an der Außenhaut des Gebäudes der Landesvertretung mit einer Videoinstallation für das innovative und der Zukunft zugewandte Saarland geworben. Eine Bild- und Filmprojektion auf drei 4 x 4 m großen Projektionsflächen (Bespielte Fläche: 12 m breit, 4 m hoch) wird nicht nur die schöne Landschaft und die freundlichen Menschen zeigen, sondern auch einen optischen Einstieg in die Entwicklung moderner Technologie im Saarland bieten. Die Installation wird bis zum Brandenburger Tor und zum Reichstag zu sehen sein. Ermöglicht wird diese Präsentation durch die Bereitstellung und Anbringung einer Spezialleinwand durch den Gesamtverband der Textilindustrie. Die Projektion selbst erfolgt über drei lichtstarke und über Computer synchronisierte Datenprojektoren aus den Nordfenstern des Gebäudes. Professor Detzler von der Hochschule der Bildenden Künste Saar hat diese Videoanimation konzipiert und umgesetzt.

uniprotokolle > Nachrichten > Performance von Wissenschaft und Design in Berlin

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/6822/">Performance von Wissenschaft und Design in Berlin </a>