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Wissenschaft+Friedensförderung in SO-Europa

30.09.2002 - (idw) Alexander von Humboldt-Stiftung

Neue Technologien als Mittel zur Friedensförderung

3. Südosteuropa-Tagung der Humboldt-Stiftung
18. bis 20. Oktober in Zagreb, Kroatien

Pressekonferenz mit Wissenschaftsminister Flego
am 19. Oktober 2002 um 11.30 Uhr im
AGG (Arhitektonski, gradjevinski i geodetski fakultet)
der Universität Zagreb, Kaciceva 26, Zagreb

Neue Technologien sind nur eines der Themen, die rund 70 Wissenschaftler auf Einladung der Alexander von Humboldt-Stiftung vom 18. bis 20. Oktober 2002 in Zagreb/Kroatien diskutieren. Die Teilnehmer stammen aus sieben Ländern des ehemaligen Jugoslawiens und Anrainerstaaten, die sich kürzlich teilweise noch feindlich gegenüberstanden. Neu ist auch der Ansatz der in Deutschland ansässigen Stiftung, mit Veranstaltungen grenzübergreifende Kooperationen zu initiieren, um Wissenschaft als Mittel zur Friedenssicherung zu nutzen. Finanziert wird die Tagung aus Mitteln des Stabilitätspakts für Südosteuropa und Mitteln des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft.
Zu den Teilnehmern gehören unter anderem der Wissenschaftsminister Kroatiens, Professor Gvozden Flego, und weitere Forscher, die hochrangige politische und gesellschaftliche Ämter bekleiden. Sie alle eint das Erlebnis, als Forschungsstipendiaten oder -Preisträger der Humboldt-Stiftung bereits an deutschen Forschungseinrichtungen gearbeitet zu haben.

"Durch diese Verbundenheit gelingt es, Akademiker aus Nationen, die teilweise noch vor kurzem durch Krieg und Hass getrennt waren, zu einer Konferenz zusammen zu bringen", erklärt der Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, Dr. Manfred Osten. "In Zagreb werden wir auch diskutieren, wie Forscher der zivilen Gesellschaft den Weg bereiten können, indem sie die ausgeblutete Wissenschaft Südosteuropas über Grenzen hinweg auf- und ausbauen können." Durch besondere Programme wird die
Humboldt-Stiftung solche Aktivitäten auch weiterhin fördern.

International anerkannte Wissenschaftler aus sieben Nationen
"Wir wissen, dass die Forschung in den Ländern Südosteuropas einen hohen Standard hatte", betont Osten. In den vergangenen rund 50 Jahren habe die Humboldt-Stiftung an die 1.600 exzellente Wissenschaftler aus den Teilnehmerländern fördern können. Als prominenteste Humboldtianer haben unter anderem zugesagt:

*Kroatien:
Prof. Ivan Ilic, Botschafter a. D. und ehem. Berater des Premierministers

*Jugoslawien:
Prof. Ljubisa Stankovic, Vizepräsident a. D. der jugoslawischen Teilrepublik Montenegro

*Rumänien:
Prof. Paul Szilagyi, Vizerektor der Babes-Bolyai Universität Cluj-Napoca


Sonderprogramme für Südosteuropa
Um wissenschaftliche Netzwerke zu stärken, gewährt die Humboldt-Stiftung den Wissenschaftlern in Südosteuropa Zuschüsse, die zur Organisation grenzüberschreitender Fachtagungen in der Region dienen. Im laufenden Jahr wird es voraussichtlich neun Tagungen geben, die von Humboldtianern vor Ort initiiert wurden.

Außerdem ermöglicht die Stiftung ihren Stipendiaten, gemeinsam mit einem von ihnen vorgeschlagenen Nachwuchswissenschaftler einen erneuten Forschungsaufenthalt in Deutschland durchzuführen. "Auf diese Weise können Nachwuchswissenschaftler von den Kontakten erfahrener Humboldtianer profitieren", erklärt Osten. "Gleichzeitig fördern wir die Integration des Nachwuchses in die wissenschaftliche Zusammenarbeit Europas." Beide Programme werden durch die Fritz Thyssen Stiftung und durch das Auswärtige Amt im Rahmen des Stabilitätspakt für Südosteuropa finanziert. Weitere Informationen zu den Sonderprogrammen für Südosteuropa finden Sie unter:
http://www.humboldt-foundation.de/de/programme/stip_aus/europa.htm

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Als führende Organisation zur Förderung ausländischer Spitzenwissenschaftler ermöglicht die Humboldt-Stiftung jährlich über 1.800 Forscherinnen und Forschern aus aller Welt eine wissenschaftliche Tätigkeit in Deutschland. Das Humboldt-Netzwerk hält die Verbindung zu über 20.000 Humboldtianern in 130 Ländern langfristig aufrecht.


Interview-Wünsche und Rückfragen an:

Regina Basse:
in Deutschland bis 14.10.02:
bs@avh.de
Fon: +49 (0)228 833 206
in Zagreb ab 16.10.02 über Handy:
Fon: +49 (0)151 12129259

oder an:

Florian Klebs / Antonia Petra Dhein
Pressestelle Humboldt-Stiftung
Fon: +49 (0)228 833 258
presse@avh.de
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