HES-Doping bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft27.02.2001 - (idw) Deutsche Sporthochschule Köln
Methode zum Nachweis von Hydroxyethylstärke (HES) an der Deutschen Sporthochschule in Köln entwickelt
Die Methode, mit der bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lathi bei den finnischen Langläufern das Dopingmittel HES nachgewiesen wurde, ist am Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Leitung von Professor Wilhelm Schänzer entwickelt worden. Seit dem Verbot durch das IOC im Januar 2000 wurde dieses Dopingpräparat jetzt weltweit zum ersten Mal wieder nachgewiesen. HES gehört zur verbotenen Wirkstoffgruppe der Plasmavolumenexpander, die zu einer Erhöhung des Gesamtblutvolumens führen. Es handelt sich hierbei um Polyzucker, die in einer etwa 6-prozentigen Lösung intravenös verabreicht werden. Plasmaexpander wurden vom IOC auf die Verbotsliste gesetzt, nachdem bekannt wurde, dass mit ihrer Anwendung die Effekte des EPO-Dopings vertuscht werden sollen, z.B. durch Senkung des Hämatokritwertes. Außerdem können Flüssigkeitsverluste bei Ausdauerbelastungen kompensiert werden.
| uniprotokolle > Nachrichten > HES-Doping bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft | |
|