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Renaissance der Antike: Journal der Uni Greifswald aufgefrischt

28.02.2001 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Es kommt sowieso immer anders als gedacht. Kaum hatten die lieben Leser des "JOURNAL" der Universität Greifswald Zeit, sich sechs Jahre an Papier, Stil, Farbe oder Format zu gewöhnen, schon ändert es sein Gesicht.

Siegmar Förster, Graphikdesigner vom Prenzlauer Berg in Berlin, der schon das aufsehenerregende Layout der ersten Journalausgabe im April 1995 entworfen hatte, hat die Zeitung "relaunched", aufgefrischt, umgemalt.

Die Lesegewohnheiten werden sich damit leise ändern - das Blatt ist journalistisch reicher und vielfältiger geworden. Auf jedem oberen Viertel einer Seite stehen (meist relativ) aktuelle Kurzmeldungen. Auch die Photos im Heft werden noch mehr als bisher schon "mitsprechen".

Der Kopf ist verändert, aber manches andere ist auch beim Alten geblieben. "Die Person" auf Seite 3 ist diesmal der Altertumsforscher Prof. Gregor Vogt-Spira, seit sechseinhalb Jahren in Greifswald, der sich besonders für die Renaissance und ihre Funktion als Filter zur Antike interessiert und damit am Institut für Altertumswissenschaften auch den Studentenzahlen zu einer Renaissance verhalf. Soeben hat er mit 55 anderen Wissenschaftlern der Universität das erste europäische Zentrum für Antikerezeption gegründet.

Die Medizinseite widmet sich dieses Mal der Forschung des Virologen Prof. Lutz Gürtler, der eine Gruppe von HI-Viren mitentdeckte (HIV-0), die aus ungeklärten Gründen nicht oder erst spät zum Ausbruch von AIDS führen und damit gute Chancen haben, als Referenz für die Heilung der Epidemien zu dienen. Seine Lieblingstiere sind, wie der Redakteur schreibt, Menschen- und andere Affen, die er regelmäßig in Afrika besucht.

Auch das "Thema" gibt es immer noch. Es widmet in der heute erschienenen Ausgabe viel Platz dem, was die Universität und ihre Stadt gerade am offensichtlichsten bewegt - dem Umgang mit Radikalismus am rechten Rand und mit dem Aufstand der 7000 dagegen im letzten Monat und auch weiterhin.

Als gewisser Kontrapunkt dazu stehen in diesem Heft auf der letzten Seite "Aus den Archiven" Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg geschrieben, einer davon am Tag vor dem Tod verfaßt. In späteren Ausgaben mag sich aus den reichen Schätzen der alten Universität Vergnüglicheres finden.

Gregor Vogt-Spira hat über "Tyche", den Zufall bei Aristoteles, promoviert. Davon lebte und lebt auch das Journal. Ob zur Kategorie Zufall zu zählen sei, daß just in der Produktionsphase des neuen Hefts Carola Fritz vom NDR ein Portrait des Redakteurs drehte (vermuteter Sendetermin 28. Februar, 19.30 h, Nordmagazin), mögen die treuen Leseratten entscheiden. Hinter dem Journal ("edle Einfalt, stille Größe") sitzen Sie in der allerersten Reihe.
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