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Szenisches Projekt "Schwimmers" von Marina Abramovic

06.03.2001 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Aufführung der Studierenden des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft

Das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität lädt am Donnerstag, den 8. März 2001, um 20.30 Uhr, zu einer Aufführung auf der Probebühne (Philosophikum II, Karl-Glöckner-Straße 21, Haus A) ein. Das Szenische Projekt mit dem Titel "Schwimmers" ist eine Abschlusspräsentation, die von Prof. Marina Abramovic mit Gießener Studierenden erarbeitet worden ist. Dem Projekt voraus ging eine intensive theoretische Auseinandersetzung mit den Schwerpunktthemen 'Performing body', 'Performance and Conceptualism', im Rahmen eines Seminars, das von Prof. Velimir Abramovic (University of Art, Faculty of Dramatic Arts, Belgrad) geleitet wurde.

Marina Abramovic gehört zu bedeutendsten, weltweit anerkannten Künstlern der letzten dreißig Jahre. 1946 in Belgrad geboren, gab sie bereits Ende der sechziger Jahre die Malerei auf, um als Performance-Künstlerin zu arbeiten. Ihre spektakulären, preisgekrönten Aktionen, die alle Grenzen der Darstellung weit hinter sich lassen, realisiert Marina Abramovic, ausgehend von einer radikalen Exploration von vor-logischem, körperlichem Wissen, mit dem Ziel, die in der westlichen Tradition vollzogene Trennung von Körper und Geist aufzuheben. Dabei setzt sie den Körper des Performers schonungslos extremen Bedingungen aus, um andere Bewusstseinszustände zu erreichen, die in einer Selbstermächtigung des Geistes und der Willenskraft münden. Neben ihrer umfangreichen praktischen Arbeit sucht Marina Abramovic immer wieder die theatertheoretische Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Material im universitären Rahmen. So bekleidet sie nach verschiedenen Gastprofessuren in Hamburg heute einen Lehrstuhl an der Kunsthochschule Braunschweig.

Das mit Gießener Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft erarbeitete szenische Projekt basiert auf der extremen Erfahrung einer drei Tage andauernden, radikalen Fastenzeit (no food, no sex, no talking), die zur Intensivierung der Eigenwahrnehmung des Körpers im Zusammenprall mit der ihn umgebenden Alltagswelt herausfordert.


Kontaktadresse:

Petra Bolte
Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
Karl-Glöckner-Str. 21, Haus A
35394 Gießen
Tel.: 0641/99-31222
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