Computeralgebra im Schulunterricht08.03.2001 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)
Nr. 23 / 8.3.2001/ele Computeralgebra im Schulunterricht Als der Taschenrechner das Rechnen "von Hand" und mit Hilfe von Ta-felwerken (zum Beispiel für Logarithmen) ablöste, war das nur der An-fang einer umwälzenden Entwicklung in den Natur-, Wirtschafts- und In-genieurwissenschaften. Heute spielen Computeralgebra-Systeme eine zunehmend wichtige Rolle, gerade auch für den Unterricht in der Ober-stufe an Gymnasien: Sie ersetzen ganze Formelsammlungen, zum Bei-spiel zur Lösung von Gleichungen. Mit den graphischen Möglichkeiten der Systeme lassen sich mathemati-sche Funktionen auf einfache Weise visualisieren. Welche Perspektiven dies für den Schulunterricht bedeutet, war das Thema einer Mathema-tiktagung an der Universität Karlsruhe zum Thema "Computeralgebra-systeme (CAS) - Einsatz im Mathematikunterricht auch im Hinblick auf die neuen Lehrpläne". 150 Lehrerinnen und Lehrer nahmen am Dienstag in der Fakultät für Mathematik an Workshops und Vorträgen teil, in denen erfahrene Vertreter von Schule und Universität ihre Erfahrungen schil-derten und Tipps für die Praxis gaben. In acht parallel stattfindenden Workshops hatten die Teilnehmer dann am Nachmittag Gelegenheit, zu verschiedenen Themenbereichen eigene Erfahrungen am Rechner zu sammeln. Oberschulamt und Universität Karlsruhe hatten die Veranstal-tung organisiert, die beispielhaft ist für die Kooperation von Universität und Schule. Bei der Tagung ging es vor allem um die didaktisch-methodischen Grün-de für den Einsatz von Computeralgebra-Systemen im Schulunterricht. Ihr Vorteil: Sie helfen bei der Modellbildung und unterstützen die Lösung von Problemen, die zum Teil die Schulmathematik übersteigt. Sie könn-ten auch zur Motivation für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht beitragen, findet Professor Dr. Andreas Kirsch, Mathematiker an der Universität Karlsruhe und Leiter der Tagung. Und: "Die hierdurch eröffneten Chancen eines fächerübergreifenden Unterrichts sollten nicht unterschätzt werden". Zudem erleichterten die Systeme projektorientier-tes und selbstorganisiertes Lernen. Lehrer beim Büffeln: Teilnehmer des CAS-Workshops im Rechenzent-rum der Universität Karlsruhe (Foto: Fakultät für Mathematik; weitere Fotos auf Anfrage) Nähere Informationen:
Dr. Rudi Klatte Geschäftsführer der Fakultät für Mathematik Tel. 608-3724 E-Mail: rudi.klatte@math.uni-karlsruhe.de Diese Presseinformation ist im Internet unter folgender Adresse abrufbar: http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi023.html
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