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Schüler erproben Kreativität mit selbstgebauten Instrumenten

26.03.2001 - (idw) Universität Dortmund

Die Instrumente sind von einfacher Machart. Sie eignen sich zur praktischen Arbeit mit Schülerinnen und Schülern auch in Son-derschulen. Der besondere Reiz: Die Klangkörper können von Studierenden selbst angefertigt werden. Die im vergangenen Wintersemester unter Anleitung der Lehrbeauftragten Angelika Neuse erstellten Produkte sind noch bis zum 30. März in Bochum in einer Ausstellung zu sehen.

Mit der Ausstellung "Farb-Klang" wird ein grenzüberschreitendes Projekt vorgestellt. Zum einen haben die acht beteiligten Schülerinnen und Schüler als Instrumentenbauer versucht, die Grenze zwischen Farbe und Klang aufzuheben. Sie haben die Betrachter zu "Klangfarben" und ähnlichen Assoziationen ermuntert. Eine Grenzaufhebung gab es auch in räumlicher Hinsicht: Ausstellungsort ist kein Museum, sondern die Musikschule der Stadt Bochum, deren Musiker - Lehrer wie Schüler - mit verschiedensten Klangfarben am Projekt "Farb-Klang" beteiligt waren.

Selbst die Abgrenzung zwischen der Kunst von Künstlern und geistig behinderten Menschen wurde als nichtig entlarvt. Die Ausstellung dokumentiert eindrucksvoll, dass etwa Unterscheidungen zwischen der "art brut" von geistig behinderten Menschen und "art culturel" aus der etablierten Kunstszene in der konkreten Begegnung irrelevant werden.

Die acht KünstlerInnen, von denen vier im und am Alltagsleben durch eine geistige Behinderung "gehindert" sind, zeigen ihre Werke bunt gemischt und ohne pädagogischen Fingerzeig. In einem Workshop kurz vor Ausstellungsbeginn entstand außerdem ein überdimensionales Gemeinschaftswerk.
Mitte März wurde bei einem Musikschulworkshop mit den selbstgebauten Instrumenten und Klangmaterialien experimentiert. Laut gaben unter anderem eine Fahrradfelgenharfe, ein Topfdeckel-Spieleständer, ein Schlauchtrompetenbaum und ein Teppichrollen-Rainmaker.

Information und Anfragen zur Übernahme der Ausstellung:
Angelika Neuse, Ruf 02303-22063, Fax 02303-22054.
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