Bonner Artenschützer fordern MKS-Impfungen für Zootiere und seltene Nutztierrassen03.04.2001 - (idw) Bundesamt für Naturschutz
Bonn, 3. April 2001: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) unterstützt die Initiative von Bundesministerin Renate Künast, auch die Impfung von Zootieren gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) zuzulassen. Die Ministerin hatte einen entsprechenden Vorstoß bei der Europäischen Union angekündigt. "Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum Zootiere nicht geimpft werden sollen. Viele Zootiere, insbesondere die Tiere, die in Europäischen Erhaltungszucht Programmen (EEP) sind, sind vom Aussterben bedroht. Deutschland hat für diese Tiere eine Verantwortung übernommen," sagte der Präsident des Bundesamtes, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann heute in Bonn. "Die Impfung von Zootieren hat nichts mit Verbrauch, Export oder Handel zu tun.," so Vogtmann. Der BfN-Präsident wies darauf hin, dass die EU in Sonderfällen Impfungen zulasse. Die Bonner Artenschützer wollen zusätzlich auch alte Nutztierrassen impfen lassen. Vogtmann wünscht sich zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen ein staatliches Programm zur Erhaltung durch Züchtung und zur Verbesserung bestimmter Eigenschaften dieser alten Rassen. Diese Rassen haben für den Naturschutz eine große Bedeutung. Hier sei ein ganzheitlicher Ansatz gefragt, der auch in der Agrarwende seinen Platz finden müsse, sagte Vogtmann.
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