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Bibliophile französische Notendrucke und Musikbücher aus vier Jahrhunderten

03.04.2001 - (idw) Universität des Saarlandes

Eine Ausstellung der Saarländischen Universitäts-und Landesbibliothek und des Musikwissenschaftlichen Instituts vom 26.4. bis zum 2.6.2001 im Foyer der SULB
Öffnungszeiten: Montags bis freitags 9 - 23 Uhr, samstags 9 - 12.30 Uhr

Wir würden uns freuen, Sie und Ihre Freunde zur Berichterstattung am Donnerstag, den 26. April 2001, um 17.00 Uhr begrüßen zu dürfen.

Es werden reden:
· Professor Dr. Bernd Hagenau, Direktor der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (Grußwort)
· Professorin Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin der Universität des Saarlandes (Grußwort)
· Jacqueline Sejean, Generalkonsulin von Frankreich (Grußwort)
· Professor Dr. Jean David, Gründungspräsident der deutsch-französischen Hochschule, Saarbrücken (Grußwort)
· Professor Dr. Herbert Schneider (Einführung)

· Musikalische Umrahmung: Klavierduo des Collegium Musicum
Bernhard Leonardy (Klavier), Sabine Heimrich (Violincello)

Anschließend laden wir zu einem Umtrunk ein.


Zur Ausstellung Bibliophile französische Notendrucke und Musikbücher aus vier Jahrhunderten:

In Frankreich haben sich Verleger und Kopisten, Graphiker und Drucker seit jeher durch die hohe Qualität ihrer Abschriften, Entwürfe und Ausgaben ausgezeichnet,
die oftmals mit Titelkupfern und Ornamenten ausgestattet waren. Die illustren Noten- und Buchausgaben zeigen neben der Wertschätzung der Musik auch das repräsentative Bedürfnis des Adels, des Bürgertums und der Unterschichten. Im Gegensatz zu Deutschland und Italien war die Veröffentlichung annähernd des gesamten Repertoires der Pariser Opernhäuser in Druckausgaben sowie der Instrumentalmusik durch Privilegien gesichert und gefördert. Diese Tradition ist auch der Grund für die ziemlich lückenlose Überlieferung von Partituren und Libretti. Opern- oder Konzertbesucher nahmen sich gerne die hochwertigen Druckgrafiken als Andenken oder Wandschmuck ihrer Salons mit, die Bühnenbilder oder Festaufführungen darstellten.

Der Notendruck des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist noch vom Typendruck dominiert, der bis 1855 keine Aufzeichnung mehrstimmiger Musik in einem Notensystem erlaubte. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts behauptete sich zunehmend der Notenstich und verdrängte schließlich den Typendruck ganz.

Für das 18. Jahrhundert haben berühmte Maler und Graveure wie Lebrun, Mignard, Gravelot u.a. ihr Können in den Dienst des Notendrucks und besonders der Titeltexte gestellt. Im 19. Jahrhundert ersetzte dann die Lithographie mit ihren neuen graphischen Möglichkeiten den Kupferstich sehr rasch.

Im 18. und 19. Jahrhundert spielte die das Musikleben begleitende graphische Produktion eine immer größere Rolle. Figurinen, Bühnendekorationen, Porträts von Komponisten und Sängerstars wurden seriell produziert, Notendrucke für repräsentative Zwecke von spezialisierten Graphikern üppig illustriert. Das Musikbuch - vom Führer durch das Opernrepertoire bis zur anspruchsvollen Lehrmethode - wurde zum bibliophil ausgestatteten Schaustück.

Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Ausschnitt aus der anspruchsvollen Musikalien-, Buch- und graphischen Produktion Frankreichs aus vier Jahrhunderten als Vorbereitung auf die Musikfestspiele Saar, die in diesem Jahr Frankreich gewidmet sind.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Postfach 15 11 41
66041 Saarbrücken

Dr. Christine Hohnschopp

Öffentlichkeitsarbeit
Fachreferentin für
Germanistik / Soziologie

Telefon (0681) 302-2073
Telefax (0681) 302-2796
E-Mail c.hohnschopp@sulb.uni-saarland.de
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