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Molekulare Medizin

06.04.2001 - (idw) Universität Ulm

Diagnostische und therapeutische Konzepte in der Molekularen Medizin
Zweite Förderungsperiode für das Graduiertenkolleg 460

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das an der Universität Ulm eingerichtete Graduiertenkolleg 460 "Diagnostische und therapeutische Konzepte in der Molekularen Medizin" weitere drei Jahre. Die erste Förderungsperiode endet am 30. September 2001. Bis 2004 stehen nun weiterhin jährlich 425.000 DM zur Verfügung. Bereits am 30.11.2000 hatten die Gutachter beim Berichtskolloquium vor Ort das Ulmer Konzept gewürdigt. Als interdisziplinäres Bindeglied gewinnen die Molekulare Medizin und insbesondere ihre praktische Anwendung und klinische Orientierung zunehmend an Bedeutung. Die Vermittlung muß demgemäß interdisziplinär erfolgen. Das Graduiertenkolleg ist entsprechend ausgelegt. Die Förderung besteht aus themenbezogenen Intensivpraktika und Seminaren, Workshops, Minisymposien und dem von den Graduierten selbst verantworteten Graduiertentag sowie Arbeitsbesuchen in Industrie und Forschungseinrichtungen.

Das Graduiertenkolleg finanziert die Teilnahme an qualifizierenden Kursen, einschließlich Sprachkursen für ausländische Teilnehmer. Derzeit werden etwa 50 Studenten, einschließlich Nachwuchsgruppe, auf verschiedene Weise gefördert. Zwölf Kollegiaten - sechs Medizinern und sechs Naturwissenschaftlern - konnten DFG-Stipendien für bis zu drei Jahre zugesagt werden. Für Graduierte der Medizin stehen weitere 10 Stipendien bereit, die über einen Zeitraum von bis zu drei Semestern bewilligt werden. Ein Großteil der Lehrveranstaltungen findet in englischer Sprache statt. Die Graduierten können an Rhetorikseminaren, Ethikseminaren und ähnlichen fächerübergreifenden Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen.

Bewerbung und Empfehlung

Der typische Weg in das Graduiertenkolleg führt über eine Bewerbung, verbunden mit einer Empfehlung durch einen Hochschullehrer. Bewerbungsvoraussetzung ist ein wenigstens guter Abschluß im Diplom (2,0 bei Naturwissenschaftlern) bzw. im 1. Staatsexamen (6. Semester). Studenten der Medizin können beim Nachweis einer wenigstens guten Prüfungsleistung im Physikum und nach zwei einmonatigen Laborpraktika, die von qualifizierten Forschergruppen betreut sein müssen, bereits ab dem 5. Semester aufgenommen werden. Erfolgreiche Absolventen (Alumni) erhalten mit der feierlichen Übergabe eines Zertifikats eine Urkunde, auf der ihr Studienverlauf detailliert dargestellt ist. Alumni bleiben mit dem Graduiertenkolleg über dessen Homepage (http://www.uni-ulm.de/medizin/graduiertenkolleg/start.htm) in Kontakt und behalten das Recht, an seinen Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung teilzunehmen.

Das Graduiertenkolleg entwickelt sich rasch weiter. Neben der normalen Qualifikation mit dem Abschluß eines Zertifikats, das bereits jetzt als Nachweis für das in Ulmer Promotionsordnungen geforderte Promotionsstudium gilt, wird das Graduiertenkolleg "Diagnostische und therapeutische Konzepte in der Molekularen Medizin" Träger eines besonderen Promotionsstudiums zum Dr. sc. med. für Medizinstudenten sein, einem Titel, der dem angelsächsischen Ph.D. entspricht. Dazu wird für ausgewählte Studenten derzeit ein erweitertes Lehrangebot erarbeitet. Das Graduiertenkolleg bemüht sich weiterhin um die Erschließung zusätzlicher Fördermöglichkeiten, um seinen Mitgliedern als Standardangebot Auslandsaufenthalte für Forschungszwecke an renommierten Institutionen zu bieten und um ausländische Wissenschaftler und Studenten nach Ulm einladen zu können.

Studenten aus der Universität Ulm und von außerhalb, die in das Graduiertenkolleg aufgenommen werden möchten, bewerben sich unter Vorlage der genannten Prüfungsunterlagen und mit einem Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers beim Sprecher des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Frank Lehmann-Horn, Leiter der Abteilung Angewandte Physiologie der Universität Ulm (e-mail: frank.lehmann-horn@medizin.uni-ulm.de). Die Bewerbung kann jederzeit erfolgen. Weitere Auskünfte beim Koordinator des Graduiertenkollegs, Dr. Michael Schiebe (e-mail: michael.schiebe@medizin.uni-ulm.de).

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