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Genom- und Proteomanalytik

06.04.2001 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Wissenschaftlicher Pressedienst Chemie 10/01 vom 5. April 2001

Genom- und Proteomanalytik
Kenntnisgewinn in der Biochemie und Biotechnologie mit hoher Geschwindigkeit

Auf der Basis der gerade vollendeten Aufklärung der menschlichen Genomsequenz entwickelt sich die Proteomanalytik derzeit mit dramatischer Geschwindigkeit als ein Kernbereich der angewandten Biotechnologie und Bioanalytik. Darauf machte Professor Dr. Michael Przybylski auf der ANAKON 2001 in Konstanz aufmerksam. Auf der wichtigsten deutschsprachigen Analytik-Konferenz werden vom 4. bis 7. April zahlreiche Beiträge zu diesem Gebiet geboten.

Als Proteomanalytik bezeichnet man die Charakterisierung der von einem Genom exprimierten zellulären Produkte auf der molekularen Proteinebene. Das heißt also, dass die Proteine analysiert werden, die von und an einem Genom gebildet werden. Die Proteinanalytik eröffnet neue Perspektiven insbesondere für biomedizinische Anwendungen (z. B. neue diagnostische Verfahren) und ermöglicht die Aufklärung von biochemischen Detailprozessen auf der Ebene molekularer Proteine. Die Entwicklung von neuen Methoden der molekularen Diagnostik sowie die Suche nach neuen therapeutischen "Targetmolekülen", also Molekülen, die krankheitsspezifisch bei pathophysiologischen Prozessen verändert werden, sind z. Z. besonders aktuelle Bereiche der Analytischen Chemie. Dabei übernimmt die Massenspektrometrie zunehmend die Rolle als Schlüsseltechnologie.

Professor Norman Dovichi (Seattle) spricht in einem Hauptvortrag auf der ANAKON über "The Single Cell Proteome Project". Dabei geht es um Proteinanalytik in einzelnen Zellen, die nur mit extrem hoher Nachweisempfindlichkeit möglich wird. In der Tagungssektion "Molekulare Diagnostik" finden sich Beiträge über massenspektrometrische Chip-Proteomanalyse und hochauflösende Proteomanalytik. Während der Tagung werden Einführungen in die Thematik und Besichtigungen des hochauflösenden Massenspektrometrie-Labors der Universität Konstanz angeboten, das als Kompetenzzentrum für massenspektrometrische Proteom-
analytik gilt.


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