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Allergien am Arbeitsplatz

09.04.2001 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V in Erlangen

Vom 25. bis 28. April 2001 finden sich erstmals in Erlangen prominente Vertreter der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin ein. Die erwarteten 1200 Teilnehmer treffen auf Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis. Die 41. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. bietet die attraktive Gelegenheit, sich über hochaktuelle Forschungsergebnisse zu informieren. Tagungsort ist die Heinrich-Lades-Halle am Rathausplatz.

In Diskussionsforen erörtern Experten an vier Tagen bedeutsame Problemstellungen. Das Themenangebot reicht von arbeitsmedizinischer Vorsorge über Gesundheitsmanagement, arbeitsphysiologische und -psychologische Fragestellungen bis hin zur hochmodernen toxikologisch-analytischen Technik. Die begleitende Fachausstellung unterstützt diese Tagung mit den neuesten Innovationen aus Medizintechnik, Pharmakologie und Prävention.

Die beiden Leitthemen "Allergie am Arbeitsplatz" und "Koronare Herzkrankheit und Beruf" der ersten Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin im 21. Jahrhundert greifen zwei große Krankheitsfelder auf. Beiden kommt jetzt und in Zukunft verstärkt arbeits- und sozialmedizinische Bedeutung zu.

Der rasche Wandel in der Arbeitsmedizin und in der Umwelt erfordert eine flexible wissenschaftliche Arbeits- und Umweltmedizin. Die klassischen Gefährdungen haben in den letzten 50 Jahren zunehmend an Bedeutung verloren. An ihre Stelle sind die neuen, nicht minder gefährdenden Belastungen der modernen globalisierten lnformationsindustrie getreten. Daneben gibt es noch Arbeitsbereiche der produzierenden Industrie, häufig in klein- und mittelständischen Betrieben, bei denen der Arbeitsschutz noch einer Optimierung bedarf

"Allergien am Arbeitsplatz" sind aufgrund ihrer allgemeinen Zunahme in der Bevölkerung ein bedeutsames Forschungsfeld der wissenschaftlichen Arbeitsmedizin. Dabei gilt das Interesse den durch Arbeitsstoffe induzierten Erkrankungen und den primär krankheits- und sekundär therapiebedingten Beeinträchtigungen der Betroffenen an ihren Arbeitsplätzen. Die oftmals nur symptomatischen Behandlungsmöglichkeiten können wegen ihrer Nebenwirkungen Gefahren für die Arbeitssicherheit darstellen und machen spezielle betriebsärztliche Risikoanalysen notwendig. Weitere Lösungsansätze zur Vermeidung allergologischer Symptome und Krankheiten sind gefragt.

Die "Koronare Herzkrankheit und Beruf" behandelt ein weiteres Problemfeld der Arbeits- und Umweltmedizin. Die industrielle "just-in-time" Produktion und die Informationsflut durch neue Medien können ein Risiko für das Entstehen koronarer Herzkrankheiten darstellen. Der Betriebsarzt als kompetenter Gesundheitsberater der Beschäftigten wird neben der Vermeidung arbeitsbedingter Risiken Aufgaben der gezielten Prävention haben. Das Angebot reicht dabei von Suchtentwöhnungshilfen über Betriebssport bis hin zur Ernährungsberatung. Aufgabe der Wissenschaft ist es, spezielle Arbeitssituationen und deren direkte oder indirekte Einflüsse auf das Herz-Kreislauf-System zu untersuchen und unter Berücksichtigung außerberuflicher Faktoren wissenschaftlich zu bewerten.

Neben den Leitthemen bietet die 41. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. ihren Teilnehmern aktuelle wissenschaftliche Beiträge an zu den Themen angewandte Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz, arbeitsmedizinische Epidemiologie, Arbeitsphysiologie, Gefahrstoffexposition und Biomonitoring, Gefährdung und Erkrankung durch Infektionen, Erkrankungen der Lunge und Atemwege, maligne Erkrankungen, Neurotoxikologie, Umweltmedizin und eine Präsentation der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V im Internet.

Der Tagungsort Erlangen ist einer der wichtigsten Kultur- und Industriestandorte Nordbayerns und Sitz der zweitgrößten bayerischen Universität. Mit seinen zahlreichen staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen ist Erlangen ein wichtiges Wissenschaftszentrum in Europa. Die seit Jahrzehnten fruchtbare Zusammenarbeit zwischen medizinischer Industrie und der renommierten Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat dieser Region wichtige wissenschaftliche und wirtschaftliche Fortschritte ermöglicht. Es ist das erklärte Ziel dieser Universitätsstadt, die Kompetenzen weiter auszubauen, zu intensivieren und in den kommenden Jahren ihren Ruf als Bundeshauptstadt der Medizin zu festigen.

* Weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Hans Drexler, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Tagungspräsident der 41. Jahrestagung der DGAUM
Schillerstraße 25 und 29, 91054 Erlangen
Tel.: 09131/85 -22312, Fax: 09131/85 -22317

Dr. med. Horst Christoph Broding
Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, DGAUM-Kongress-Sekretariat
Schillerstraße 29, 91054 Erlangen
Tel.: 09131/85 -26132


Fragen während des Kongresses und zur Kongressorganisation:

Ute Bär, DGAUM-Kongress-Sekretariat
Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Schillerstraße 29, 91054 Erlangen
Tel. und Fax: 09131/85 -26132
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