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Fachtagung: "Naturschutz und Ökolandbau-Handlungsbedarf für die Agenda 2000"

10.04.2001 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Vilm/Rügen, Bonn, 10. April 2001: Bis zum Donnerstag findet in der Internationalen Naturschutzakademie, des Bundesamtes für Naturschutz auf der Insel Vilm eine Fachtagung zum Thema "Naturschutz und Ökolandbau-Handlungsbedarf für die Agenda 2000 und gemeinsame Vorbereitung auf die Agenda 2007" statt. 35 Experten aus Deutschland und Österreich diskutieren die aktuellen und zukünftigen Erfordernisse, die sich aus der Agrarwende für Naturschutz und ökologischen Landbau ergeben.

Die BSE-Krise hat eine öffentliche Debatte über Landwirtschaft, Ökologie und gesunde Lebensmittel ausgelöst, die vor wenigen Wochen noch undenkbar schien. Der ökologische Landbau wird erstmals als Leitbild in der Agrarpolitik gesehen. Damit tritt dieser aus dem Schatten der konventionellen Landwirtschaft. Im Jahr 2005 soll es nach dem Willen der Bundesregierung in Deutschland auf zehn Prozent der Fläche ökologischen Landbau geben. 2010 könnten es schon 20 Prozent sein. Will man bis 2005 den derzeitigen Flächenanteil von heute ca. drei Prozent auf zehn Prozent steigern, bedarf es eines ganzen Bündels von agrar- und umweltpolitischen Maßnahmen und veränderter Förderrichtlinien, und zwar sofort und nicht erst im Jahr 2007.

Eine gute Zusammenarbeit von ökologischem Landbau und Naturschutz bei der Vorbereitung der Agenda 2007 und den Sofortmaßnahmen im Rahmen der laufenden Agenda 2000 ist ein wichtiger Teil dieser Maßnahmen. Für den Naturschutz ist der ökologische Landbau die naturverträglichste Form der Landwirtschaft. Daneben hat der Dialog zwischen Naturschützern, Öko-Landwirten, Konventionellen Landwirten und mit den Verbrauchern einen hohen Stellenwert. Ohne/oder gegen die Bauern, ohne/oder gegen die Verbraucher wird die Agrarwende nicht gelingen. Diese Wende gilt es gemeinsam zu gestalten.

Für die Tagung ergeben sich daraus zwei Ziele:
· Diskussion wichtiger Handlungsfelder für Naturschutz und Ökolandbau auf Grund der veränderten politischen Rahmenbedingungen für die Agenda 2000 und 2007,
· Förderung des Dialogs unter den Akteuren, um die Wende für die Landwirtschaft und für den Naturschutz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf eine breitere Grundlage zu stellen.
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