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Den Ertrag der Ressource Wissen steigern!

05.04.2001 - (idw) Institut Arbeit und Technik

Seminar des Instituts Arbeit und Technik in Gelsenkirchen untersucht die institutionenökonomischen Bedingungen erfolgreicher Wissensteilung

Über die wirtschaftliche Bedeutung des Wissens kann heute niemand im Zweifel sein. Der Fortschritt der Wissenschaft greift tief in die Arbeitswelt ein. Wer eine unzureichende Qualifikation hat, findet kaum noch einen Arbeitsplatz. Ein Strom von Innovationen geht von den Quellen neuer Erkenntnisse aus. Dabei kommt es auf die erfolgreiche Entfaltung des Wissens in der Gesellschaft insgesamt an. Im Zusammenhang mit der neuen Informations- und Kommunikationstechnologie hat das Schlagwort von der Wissensgesellschaft durchaus seine Berechtigung.

Diese Technologie ändert jedoch nichts an der grundlegenden Tatsache, dass das Wissen in der Gesellschaft weit verstreut bleibt. Es lässt sich auch heute nicht in noch so leistungsfähigen Computern zusammenfassen. Die notwendige Spezialisierung tut ein Übriges. Somit kommt es darauf an, wie eine Gesellschaft in der Lage ist, das verstreute Wissen zum Vorteil aller zu gemeinsamer Wirkung zu bringen. Dazu bedarf es geeigneter Verhaltensregeln, Einstellungen und Gewohnheiten. Die Neue Institutionenökonomik (NIÖ) fasst solche Rahmenbedingungen für die spontane Interaktion der Menschen unter dem Begriff der Institution zusammen.

Bislang standen die Institutionen der Arbeitsteilung im Zentrum des Interesses der NIÖ. Ein Seminar des Instituts Arbeit und Technik in Gelsenkirchen untersucht jetzt unter dem Titel "The Economics of Knowledge Sharing" die institutionenökonomischen Bedingungen erfolgreicher Wissensteilung. Unter der wissenschaftlichen Leitung des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Ernst Helmstädter aus Münster, Forschungsprofessor am Institut Arbeit und Technik, treffen sich in dieser Woche Experten dieses Fachgebietes. Im Zentrum steht die grundlegende Arbeit zur Rolle des Wissens in der Wirtschaft von Brian J. Loasby, Stirling University in Schottland, der im vergangenen Jahr für sein Werk den Preis der International Schumpeter Society erhalten hat. Am Seminar nehmen Professor Rudolf Richter, Universität des Saarlandes, der deutsche Promoter der NIÖ, und Professor Stephan Böhm von der Universität Graz, ein Kenner des Werkes von Friedrich A. von Hayek (1899-1992), der weithin beachtete Forschungen zur wirtschaftlichen Nutzung des Wissens publiziert hat, teil.

Das Institut Arbeit und Technik erwartet von diesem Seminar Anregungen für seine praxisorientierten Arbeiten zum Innovationsraum Nordrhein-Westfalen. Insbesondere geht es hierbei um die aus einer Verbesserung der Wissensteilung sowohl in den hiesigen Unternehmen wie in der Forschungs- und Bildungsinfrastruktur für das Land zu gewinnenden Wettbewerbsvorteile.
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