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Klimaschutz auf kommunaler Ebene:Mittelgroße Städte haben Nachholbedarf

10.04.2001 - (idw) Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg

Klimaschutz auf kommunaler Ebene:

Stadtwerke spielen wichtige Rolle
Mittelgroße Städte haben Nachholbedarf

Praktisch alle größeren Städte in Baden-Württemberg haben in den letzten Jahren kommunale Energie- oder Klimaschutzkonzepte erarbeitet. Dies hat eine Umfrage der Akademie für Technikfolgenabschätzung (TA-Akademie) in den 1111 Kommunen des Landes ergeben. Solche Aktivitäten zum Umweltschutz anzuregen und zu unterstützen, ist schon seit langem das erklärte Ziel verschiedener staatlicher Organe, Umweltverbände und wissenschaftlicher Einrichtung. Wie nun aber diese Aktivitäten im Einzelnen aussehen, wo es Nachholbedarf gibt und wo man bereits auf dem richtigen Weg ist, das hat jetzt die TA-Akademie in dem Projekt "Klimaschutz in Baden-Württemberg"* erforscht. In einer Fragebogenaktion erhoben die Wissenschaftler, gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, Daten und Fakten zu den ergriffenen Klimaschutzmaßnahmen, um so maßgeschneiderte Hilfen für weitere Verbesserungen (z.B. Leitfäden, organisatorische Unterstützung) zu ermöglichen und um den Kommunen die Chance zu geben, die eigenen Klimaschutzaktivitäten im Vergleich einzuschätzen.


Etwa ein Drittel aller angeschriebener Kommunen, in denen rund die Hälfte aller Baden-Württemberger leben, haben sich an der Befragung beteiligt. In aller Kürze lassen sich folgende konkreten Ergebnisse formulieren:

· Je kleiner die Gemeinde, desto geringer sind die Aktivitäten in Sachen Klimaschutz. Alle Städte über 100.000 Einwohner haben inzwischen ein Energie- oder Klimaschutzkonzept bzw. bereiten es vor.
· In Gemeinden zwischen 3.000 und 25.000 Einwohnern gibt es noch ein besonders großes Einsparpotenzial. In diesen mittel-großen Kommunen ist die Aktivität noch verhalten, gleich-zeitig leben hier aber cirka 5,2 Millionen Einwohner.
· Dort wo Stadtwerke existieren, sind in der Regel auch überdurchschnittliche Klimaschutzaktivitäten festzustellen. Angesichts der schwierigen Lage vieler Stadtwerke als Folge der Liberalisierung des Strommarktes, ist dies ein Argument für die Erhaltung dieser kommunalen Einrichtungen!
· Wenn regenerative Energien gefördert werden (und das ist in rund einem Drittel der antwortenden Kommunen der Fall) dann konzentriert sich die Förderung auf Photovoltaik und solare Wärmeerzeugung. Für Windkraft, Biomasse und Wärme-pumpen gibt es eher selten Zuschüsse.
· Energiesparmaßnahmen werden derzeit seltener gefördert als regenerativen Energien.
· Für Neubaugebiete werden bislang noch zu selten Klima-schutzkonzepte entwickelt.


Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Weimer-Jehle
Tel.: 0711/9063-104
E-Mail: wolfgang.weimer-jehle@ta-akademie
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