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Umwelt im Wandel - Diagnosen, Ursachen und Therapien

11.04.2001 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Vortragsreihe im Sommersemester mit namhaften inter-
nationalen Wissenschaftlern

FRANKFURT. Das an der Goethe-Universität seit mehr als 15 Jahren bestehende Zentrum für Umweltforschung veranstaltet im Sommersemester eine Vortragsreihe zum Thema "Umwelt im Wandel - Diagnosen, Ursachen und Therapien", die sich an die breite Öffentlichkeit richtet und im Rahmen der Stiftungsgastprofessur "Wissenschaft und Gesellschaft" der Deutschen Bank AG stattfindet. In acht aufeinander abgestimmten Vorträgen informieren namhafte in- und ausländische Referenten darüber, welche Anstren-gungen in der wissenschaftlichen Forschung unternommen werden, um das Umweltproblem einzugrenzen und in den Griff zu bekommen. Die Vortragsreihe startet am 25. April und endet am 4. Juli, die Vorträge finden jeweils mittwochs um 18.15 Uhr im Hörsaalgebäude G 1 in der Georg-Voigt-Straße 14 statt. Am folgenden Donnerstag wird um 10.15 Uhr ein vertiefendes Seminar über das Vortragsthema abge-halten. Gäste sind herzlich willkommen.

Die Vortragsreihe zielt darauf ab, das oft emotional diskutierte und als leidig empfundene Umweltthema zu versachlichen und bei den Zuhörern ein positives Umweltbewußtsein hervorzurufen. Bei den jüngeren Zuhörern soll die Bereitschaft geweckt werden, durch das Studium eines der aufgezeigten Fächer zukünftig selbst an der Bearbeitung und Lösung der Umweltprobleme mitzuarbeiten. Die Reihe ist in die Themenbereiche Diagnose, Ursachen und Therapien gegliedert.

Im ersten Themenbereich wird aufgezeigt, wie mit naturwissenschaftlichen Methoden ein Wandel der Umwelt diagnostiziert werden kann. Zunächst wird der Wandel durch die Änderung der physikalisch-chemischen Zu-sammensetzung der Erdatmosphäre behandelt. Hierher gehören der Treibhauseffekt und das Ozonproblem, die als zwei der wichtigsten Umweltprobleme von Prof. Hartmut Graßl, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg, am 25. April und von Prof. F. Sherwood Rowland (Nobelpreis für Chemie 1995), Department of Chemistry, University of California, am 30. Mai dargestellt werden. Weitere Ände-rungen, die mit naturwissenschaftlichen Methoden diagnos-tiziert werden, sind der globale Wandel der Landnutzung, über den Prof. Meinrat Andreae, Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz, am 2. Mai referiert, und die Gefährdung der Biodiversität, die Prof. Norbert Jürgens, Botanisches Institut, Universität Hamburg, am 9. Mai skizziert.

Der Themenbereich Ursachen beschäftigt sich mit dem Einfluss des Menschen auf die Umwelt. Das explosionsartige Anwachsen der Bevölkerung auf die Sieben-Milliarden-Marke erfordert eine enorme Energiemenge, um gigantische globale Stoff- und Kapitalflüsse immer schneller anzutrei-ben. Damit setzen sich der Energie- und Wirtschaftsexperte Prof. Alfred Voß, Institut für Energiewirtschaft, Universität Stuttgart, am 6. Juni und Prof. Gernot Klepper, Institut für Weltwirtschaft, Universität Kiel, am 20. Juli auseinander.

Im Themenbereich Therapie werden aus Sicht der Soziologen einige Wege und Methoden aufgezeigt, um Verhaltensmuster der globalen Bevölkerung zu verändern. Prof. Nazli Choucri, Department of Political Science, MIT, Cambridge/USA, erläutert am 27. Juni den Begriff der nachhaltigen Entwicklung und zeigt auf, wie weit er in der realen Welt praktizierbar ist. Dabei geht es auch um die kurzsichtige Umweltpolitik des neuen U.S.-Präsidenten Bush. Prof. Ortwin Renn, Akademie für Technikfolgen-abschätzung, Stuttgart, setzt sich am 4. Juli damit ausein-ander, wie Gesichtspunkte der Umweltverträglichkeit in den technischen Fortschritt eingebunden werden können.

Im Anschluß an die populärwissenschaftlichen Vorträge finden donnerstags vormittags vertiefende Fachseminare statt. Von diesen Seminaren erwartet das Zentrum für Umweltforschung auch neue Impulse für eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche der Goethe-Universität auf dem Gebiet der Umweltforschung.

Nähere Informationen: Prof. Dr. Wolfgang Jaeschke, Zentrum für Umweltforschung, Telefon 069/798-28147,

E-Mail: jaeschke@zuf.uni-frankfurt.de
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