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Das Kreuz mit dem Kreuz-Wissenschaftler,Aerzte u. Physiotherapeuten tagen am 21.04.01 an Uni Potsdam

11.04.2001 - (idw) Universität Potsdam

Das Kreuz mit dem Kreuz
Wissenschaftler, Aerzte und Physiotherapeuten tagen am 21. April 2001 an der Universitaet Potsdam

Die kleinste Bewegung kann ihn ausloesen, den sehr unangenehmen Schmerz im Ruecken. Den Betroffenen ist es dabei zunaechst vermutlich eher egal, was genau dazu fuehrte und welche konkreten Behandlungsmoeglichkeiten nun auf der Tagesordnung stehen. Doch fuer die behandelnden AErzte und Physiotherapeuten muessen diese Fragen sehr schnell in den Vordergrund treten. Wissenschaftler aus dem Institut fuer Sportmedizin und Praevention der Universitaet Potsdam haben die Thematik jetzt gemeinsam mit dem Landesverband Brandenburg der Gesellschaft fuer Sportmedizin e.V. und dem Brandenburgischen Verein fuer Gesundheitsfoerderung e.V. zum Anlass genommen, um Fachleuten und interessierten Laien mit Vorkenntnissen die Moeglichkeit zur Weiterbildung zu geben. Am 21. April 2001 bieten sie die oeffentliche Veranstaltung "Radikulaere & Pseudoradikulaere Syndrome" an, die ab 9.00 Uhr auf dem Uni-Komplex Am Neuen Palais, Haus 12, in der Oberen Mensa stattfindet. Referenden werden sowohl Wissenschaftler der Universitaet Potsdam als auch Gaeste aus medizinischen Einrichtungen Brandenburgs und Berlins sein.
Mit so genannten radikulaeren und pseudoradikulaeren Syndromen, deren Ursachen, Behandlungs- und Praeventionsmoeglichkeiten beschaeftigen sich die Mitarbeiter um Prof. Dr. Gernot Badtke aus dem Uni-Institut fuer Sportmedizin und Praevention seit geraumer Zeit. Gemeinsam ist den beiden Erscheinungen zwar die Einschraenkung der Bewegungsmoeglichkeit bei den Betroffenen, doch sie gehen auf unterschiedliche Tatsachen zurueck.
Waehrend die Ursache fuer pseudoradikulaere Syndrome im Bereich der Muskulatur liegt und es die Bedraengung einer Nervenwurzel nur vortaeuscht, liegt beim Radikulaersyndrom eine reale mechanische Stoerung der Wurzel eines Rueckenmarknervs vor. Hier koennen ein Bandscheibenvorfall, ein Tumor oder knoecherne Strukturen, beispielsweise durch spondylarthrotische Anbauten, "im Wege" sein. Sie fuehren nicht selten zu Beeintraechtigungen der Empfindungen und/oder der Muskelfunktionen mit Ausstrahlung etwa in bestimmte Bereiche der Extremitaeten. Sicheres Zeichen ihres Vorhandenseins sind Ausfallerscheinungen im Bewegungsapparat. Um letzte Klarheit ueber das wirkliche Krankheitsbild zu schaffen, setzen die Mediziner heute die Computertomographie oder auch die Kernspintomographie ein.
Ist die Diagnose gestellt, beginnt die Therapie. Fuer den vom pseudoradikulaeren Syndrom Betroffenen heiszt dies, dass eine Einflussnahme auf seine Muskulatur erfolgt. Im anderen Fall geht es darum, den geschaedigten Wurzelnerv frei zu legen. Arzt und Patient entscheiden zwischen Operation und konservativer Behandlung.
"Die noch vor Jahren vorherrschende Operationsfreudigkeit jedoch ist nicht mehr so ausgepraegt", schaetzt der Uni-Wissenschaftler die heutige Situation ein. Operiert wuerden etwa zehn Prozent der Bandscheibenvorfaelle. Bei den uebrigen Patienten kommen zunaechst konservative Behandlungsverfahren zum Einsatz.
Erforderliche operative Masznahmen sind heutzutage fuer den Patienten weitaus weniger belastend als frueher. Denn zum Einsatz kommt immer mehr die moderne Mikrochirurgie. Sie vermindert technisch bedingte Begleitverletzungen und sichert bessere Dauerresultate.
Ob operativer Eingriff oder physiotherapeutische Masznahmen, die Kranken hoffen auf die Beseitigung oder zumindest Linderung ihrer Beschwerden. Denn oft liegt noch ein langes Arbeitsleben vor ihnen, in dem sie bestehen muessen. "Wir betreuen Patienten mit radikulaeren und pseudoradikulaeren Syndromen schon vom Ende des zweiten Lebensjahrzehnts ab", erzaehlt Badtke und weist auf die weite Verbreitung der Krankheitsbilder bei beiden Geschlechtern hin.
Hinweis an die Redaktionen:
Zeit: 21. April 2001, 9.00 Uhr
Ort: Uni-Komplex Am Neuen Palais 10, Haus 12, Obere Mensa

Bei Interesse senden wir Ihnen den genauen Programmablauf gern zu.

Auskuenfte zur Arbeitstagung "Radikulaere & Pseudoradikulaere Syndrome" erteilt Jeanette Giesch unter Tel.: 977-1768, Fax: 977-1296 oder per E-Mail: giesch@rz.uni-potsdam.de
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