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Datenbanken als Suchmaschinen

11.04.2001 - (idw) European Media Laboratory GmbH

Dämme gegen die Datenflut: Internationale Informatik-Konferenz "ICDE 2001" in Heidelberg

"Datenbanken dienen längst nicht mehr nur als Informationsspeicher, sondern sind zu hochleistungsfähigen Suchmaschinen geworden": So lautete ein Resümee der 17. International Conference on Data Engineering (ICDE), zu der sich jetzt rund 250 Datenbank-Spezialisten aus aller Welt in Heidelberg trafen. Vor allem die zunehmende Nutzung drahtloser, mobiler Geräte beeinflusst die Arbeit der Dateningenieure. Sie kommen in unterschiedlichen Formen und Funktionen vor - vom Telefon über den Organizer und Media-Player bis zur elektronischen Geldbörse. "Im Jahr 2003 wird es mehr mobile Geräte mit Internet-Anschluss geben als PCs", so der Informatikprofessor Andreas Reuter, Vorsitzender der Konferenz und Direktor des Heidelberger European Media Laboratory (EML). "Die Herausforderung an die Datenbankingenieure liegt darin, die Flut der Daten permanent auf den neuesten Stand zu bringen und mit geeigneten Werkzeugen die gewünschten Informationen wieder auffindbar zu machen." Ein wichtiges Einsatzgebiet für den Einsatz von Datenbanken bei mobilen Geräten bilden geographische Informationssysteme. Ein Beispiel: Das EML entwickelt im Forschungsprojekt "Deep Map" einen mobilen Touristenführer für den Individualtouristen.
Ganz im Trend liegt derzeit "Data Mining": die Aufgabe, aus gewaltigen Datenmengen die wichtigen Daten herauszufiltern. Damit kann zum Beispiel ein Manager langfristige Entwicklungstendenzen seiner Branche erkennen und so besser strategisch planen. Wer jedoch die "Datenschätze heben" will, hat es nicht mit konstanten Daten, sondern mit sich ständig verändernden Datenströmen aus unterschiedlichen Quellen (Texte, Zahlenkolonnen, Grafiken, Bilder, Video- und Audiodateien) zu tun. Diese Arbeit erleichtern wird XML (eXtended Markup Language), eine neue "lingua franca" der Datenwelt: XML hilft, unterschiedliche Inhalte zu standardisieren, und ermöglicht damit einen leichteren Austausch. So lassen sich mit XML erstmals völlig verschieden aufgebaute Datenbanken auswerten.
Das Programm der ICDE 2001 umfasste neben Tutorien und Demonstrationen auch Exkursionen zu SAP und DaimlerChrysler. Als Hauptreferenten aus der Wirtschaft sprachen die Manager Stuart Feldman (IBM), Peter Zencke (SAP) und Gerhard Barth (Dresdner Bank). Den Vorsitz hatte Andreas Reuter inne, Informatikprofessor an der International University in Germany und wissenschaftlicher Direktor des Heidelberger European Media Laboratory (EML) in der Villa Bosch. Das EML zeichnete auch für die Organisation verantwortlich. Mehr Informationen zur ICDE unter: http://projects.eml.org/ICDE

Die International Conference on Data Engineering (ICDE) wird in einem jährlich wechselnden Turnus innerhalb und außerhalb der USA veranstaltet. Veranstalter ist das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), die wichtigste internationale Berufsorganisation für Ingenieure der Elektrotechnik und Informationstechnik. Die ICDE 2002 wird in San José, Kalifornien, stattfinden (http://www.ieee.org).

Die European Media Laboratory GmbH (EML) (http://www.eml.villa-bosch.de) ist ein privates Forschungsinstitut für Informationstechnik und ihre Anwendungen. Im Zentrum des Interesses steht die Entwicklung neuer, intelligenter Methoden der Informationsverarbeitung zum Nutzen des Einzelnen und der Gesellschaft. Die EML-Forscher arbeiten eng mit Universitäten und der Industrie zusammen. Derzeit bearbeitet das EML im wesentlichen Forschungsprojekte der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung (KTS) (http://www.kts.villa-bosch.de). Ebenso wie die KTS ist das European Media Lab in der Villa Bosch in Heidelberg beheimatet, dem ehemaligen Wohnsitz des Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874 - 1940).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Peter Saueressig

European Media Laboratory GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49-6221-533-245
Fax: +49-6221-533-198
peter.saueressig@eml.villa-bosch.de
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