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rob@work - Helfer in der Produktion

11.04.2001 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Einen Handlanger für monotone und zeitraubende Tätigkeiten wünscht sich wohl fast jeder. Fraunhofer-Forscher entwickelten einen Roboter-Assistenten, der den Mitarbeitern in der Produktion die Arbeit erleichtert.


rob@work unterstützt den Mitarbeiter in der Montage. Hier hilft er, Hydaulikpumpen zusammenzubauen. Der Roboter-Assistent übernimmt monotone und zeitraubende Tätigkeiten. ©Fraunhofer IPA Wer träumt nicht davon - ein hilfreicher Geselle, der einem bei monotonen Arbeiten zur Seite steht und einem lästige, zeitraubende Tätigkeiten abnimmt. Für Mitarbeiter in der Produktion könnte das bald schon Realität sein. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA stellt auf der Hannover Messe (Halle 17, Stand D34) einen Roboter vor, der als Assistent in der Produktion eingesetzt werden kann: rob@work steht für die Vision eines einfach zu bedienenden, intelligenten Assistentensystems als Helfer am Arbeitsplatz.

"Automatisierung stößt dann an die Grenzen, wenn die Aufgaben sensorische Fähigkeiten, Wissen und Geschicklichkeit erfordern", erklärt Martin Hägele vom IPA. "Zudem ist es oft technisch nicht machbar oder nicht wirtschaftlich, diese Tätigkeiten maschinell erledigen zu lassen." Eine ideale Lösung liefert die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine: Der Roboter-Assistent erledigt Hol- und Bringdienste, unterstützt den Mitarbeiter bei Montage- oder Handhabungsaufgaben, damit sich dieser auf anspruchsvollere Tätigkeiten konzentrieren kann. Neben der Zeitersparnis, erhöht sich so auch die Montagequalität.

Basis von rob@work ist eine mobile, selbstständig navigierende Plattform mit einem Roboterarm, der völlig frei beweglich an jede Position greifen kann. Für den flexiblen Einsatz an mehreren Arbeitsplätzen bewegt er sich durch die Werkshalle. Mit Hilfe von Kameras und Sensoren orientiert er sich, erkennt Teile und Personen und vermeidet so Zusammenstöße. Damit sich Mensch und Maschine selbst in einer Halle voller Nebengeräusche und vielerlei Störmöglichkeiten sicher verstehen, erfolgt die Kommunikation intuitiv und multimodal. "Wir nutzen dabei sowohl Sprache als auch Haptik und Gestik", kommentiert Hägele. "Der Mitarbeiter dirigiert seinen maschinellen Gesellen beispielsweise per Zuruf oder programmiert ihn über einen Touch-Screen auf der Werkbank."

Noch ist der rob@work im Entwicklungsstadium. Anhand der Montage von Hydaulikpumpen, die beispielsweise im Getriebe von Mähdreschern stecken, demonstrieren die IPA-Ingenieure die Vision von rob@work: Dort übernimmt er bereits Transport- und Handhabungsaufgaben.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Martin Hägele M.S.
Telefon: 07 11/9 70-12 03, mmh@ipa.fhg.de

Dipl.-Ing. Evert Helms
Telefon: 07 11/9 70-12 64, Fax: 07 11/9 70-10 08, evh@ipa.fhg.de
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