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Fach Rechtsinformatik bundesweit als multimediales Lehrangebot

23.04.2001 - (idw) Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Studierende des 21. Jahrhunderts sind nicht länger ausschließlich an traditionelle Lehrmethoden ihrer Universität gebunden. Was in den USA längst gang und gäbe ist, soll auch in Deutschland in Kürze Realität werden, nämlich der Zusammenschluss lokaler Universitäten zu einem virtuellen Campus mit multimedialem Lehrangebot, auf das Studenten unabhängig von Studienort und Tageszeit zugreifen können.

Oldenburg. Studierende des 21. Jahrhunderts sind nicht länger ausschließlich an traditionelle Lehrmethoden ihrer Universität gebunden. Was in den USA längst gang und gäbe ist, soll auch in Deutschland in Kürze Realität werden, nämlich der Zusammenschluss lokaler Universitäten zu einem virtuellen Campus mit multimedialem Lehrangebot, auf das Studenten unabhängig von Studienort und Tageszeit zugreifen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat jetzt 1,42 Mio. DM aus dem Förderprogramm "Neue Medien in der Bildung" für ein ehrgeiziges Projekt bewilligt, das unter dem Titel "REIN - Rechtsinformatik im Netz" derzeit von mehreren Universitäten bundesweit entwickelt wird. Unter der Federführung von Prof. Dr. Jürgen Taeger (Universität Oldenburg, Rechtsinformatik) und Prof. Dr. Britta Schinzel (Institut für Informatik und Gesellschaft der Universität Freiburg) soll das Fach der Rechtsinformatik multimedial aufbereitet und so in die Lehrangebote der rechtswissenschaftlichen, informatischen und wirtschaftswissenschaftlichen universitären Ausbildung integriert werden. Rechtsinformatik umfasst Themengebiete wie EDV-Recht, Telekommunikations- und Medienrecht sowie Internetrecht. U. a. in den Bundesländern Niedersachsen und Baden-Württemberg gehört es zum Wahlpflichtstoff des juristischen Studiums.
"Das Projekt bietet einen reizvollen Ansatz, um sowohl die neuen Anforderungen an das Recht durch den Einsatz neuer Medien in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verdeutlichen als auch auf flexible Lernbedürfnisse der Studierenden zu reagieren", meint Prof. Dr. Jürgen Taeger, Dekan des Fachbereichs Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Universität Oldenburg. Neben Freiburg und Oldenburg, wo auch Prof. Dr. Peter Gorny vom Fachbereich Informatik mitwirkt und wo nun für zweieinhalb Jahre sechs MitarbeiterInnen eingestellt werden können, sind die Universitäten Hannover, Karlsruhe, Münster, Darmstadt, Lüneburg, Göttingen und die FU Berlin an dem Projekt beteiligt. Alle Projektpartner verfügen über teils langjährige Erfahrungen in der multimedialen Lehre.
Bereits 2002 werden Studierende durch REIN die Möglichkeit haben, Telelehrveranstaltungen auf der Basis von Internettechnologien, virtuelle Diskussionsräume und Rollenspiele sowie netzgestützte Betreuungs- und Beratungsangebote auf innovative, flexible Art und Weise zu nutzen.
Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Taeger, Fachbereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Tel. 0441/798-4134, E-Mail: juergen.taeger@uni-oldenburg.de

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