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Professor Hans Dennhardt erhält Honorarprofessur der TU Tiflis

07.10.2002 - (idw) Universität Kaiserslautern

Am Dienstag, den 17.September 2002 wurde Professor Hans Dennhardt an der Technischen Universität Tiflis in Georgien am Institut für Architektur mit einer Professur Honoris Causa ausgezeichnet. Dies ist die höchste Auszeichnung, die an der Technischen Universität vergeben werden kann.
Die Überreichung der Urkunde durch den Dekan fand im Rahmen einer öffentlichen Feier in Anwesenheit des Städtebauministers von Georgien, Merab Chkhenkeli, und verschiedenen Parlamentariern, den Professoren und Dozenten sowie Studenten statt.Professor Dennhardt, Fachgebiet Ländliche Ortsplanung und - entwicklung, wurde durch einen einstimmigen Beschluss der großen Fakultät für Architektur für diese Ehrung ausgewählt. In der Begründung für diese Auszeichnung heißt es: "Für seinen außergewöhnlichen Beitrag in Architektur und modernem Städtebau sowie für die inhaltliche Weiterentwicklung der Lehrprogramme."Mit der Verleihung der Honorarprofessur möchte die Fakultät Professor Dennhardt auch für die Zukunft an Georgien und an die Technische Hochschule binden.
Ehrenamtlich ist Hans Dennhardt im Rahmen eines GTZ-Projektes, Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, schon seit 1997 für die Bundesrepublik Deutschland mit Georgien befasst. Das GTZ-Projekt mit dem Namen "Landmanagement" wurde zunächst von der Partnerstadt Saarbrücken initiiert. Nachdem Georgien 1992 politisch selbständig wurde und auch dort demokratische Grundregeln gelten sollten, mussten die Eigentumsfragen insbesondere für Grund und Boden geklärt und in Katasterpläne aufgenommen werden. Die Klärung der Eigentumsverhältnisse ist die Voraussetzung, damit die Weltbank Gelder für Investitionen zur Verfügung stellen kann. Diese "Landerfassung" machte es notwendig, eine städtebauliche Beurteilung der vermessungstechnisch aufgenommenen Flächen und eine Klärung der künftigen Entwicklung von bebauten und unbebauten Flächen herbeizuführen. Dieser Ansatz war zunächst für die Hauptstadt Tiflis beispielhaft erfolgt. Nach erfolgreicher Beurteilung des Projektes durch eine Prüfungsinstanz der Bundesrepublik Deutschland wurde das Projekt "Landmanagement" aufgestockt und auch für drei weitere Städte des Landes fortgeführt. Vor diesem Hintergrund werden derzeit städtebauliche Leitbilder für die Stadtentwicklung erstellt. Diese sollen die Grundlage für die Fortschreibung der sogenannten Generalpläne bilden, die die künftigen Siedlungsflächen in "Art und Maß" beinhalten sollen. Diese Arbeit ist deshalb so wichtig, weil im Jahr 2003 die in Moskau 1973 aufgestellten Generalpläne ihre Rechtskraft verlieren.
Zwei Aufgaben bilden bei der Beratungstätigkeit der Universität Kaiserslautern den Schwerpunkt: Zum einen die Bestimmung von Inhalten für die Stadtentwicklungsleitbilder von verschiedenen Städten und Gemeinden. Zum anderen die Vermittlung bauleitplanerischer Ziele und Gesetze in Verbindung mit Verwaltungen und der Staatsregierung.
Über das GTZ-Projekt hinaus wird am Lehr- und Forschungsgebiet von Professor Dennhardt ein weiteres modellhaftes Projekt über die VW-Stiftung durchgeführt und wesentlich von Diplom-Ingenieur Karl Ziegler organisiert. Bei diesem Projekt geht es vor allem darum, georgische Fachdozenten für Zukunftsaufgaben der Stadtentwicklung und des Städtebaues zu qualifizieren, studentischen Austausch in Wechselseitigkeit zu initiieren (auch Vergabe von Stipendien) sowie die Fortschreibung und Ergänzung bestehender Lehrprogramme, insbesondere im stadtplanerischen und städtebaulichen Bereich, sicherzustellen.Sowohl das Projekt "Landmanagement" als auch das Projekt "VW-Stiftung" sind an der Universität Kaiserslautern als Forschungs- und damit als Drittmittelprojekte ausgewiesen und werden vom Lehrgebiet Ortsentwicklung und Ortserneuerung durchgeführt.Die derzeitige politische Situation sowie die bescheidenen finanziellen Möglichkeiten des Landes werden noch eine lange Anlaufzeit für die Realisierung der Entwicklungsziele benötigen. Damit ist auch die fachliche Hilfestellung unterschiedlicher Belange auf Dauer notwendig. Die an Professor Hans Dennhardt ergangene Würdigung soll dazu aus georgischer Sicht ein Zeichen sein.

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