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Gene im Essen? Nahrung und Ernährung in Zeiten der Genomics

07.10.2002 - (idw) Verband Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e.V.

Schlimm genug, es gibt keine Nahrung ohne Gene oder Bausteinen von Genen! Doch nun sollen diese Gene oder Genprodukte auch noch aus den Laboratorien der Menschen stammen?
Vielerorts ruft dies die schlimmsten Assoziationen hervor und die so genannte "Grüne Gentechnik" flößt vielen Teilen unserer Bevölkerung unbehagliche Gefühle ein.
Ein gentechnisch hergestelltes Medikament würden dagegen alle schlucken, wenn es denn nur gegen eine etwa bisher unheilbare Krankheit hilft, oder zumindest Hoffnung auf diese Hilfe macht.

Dass Nahrung und Ernährung jedoch ganz direkt auf die Gesundheit und das Befinden von uns Menschen Einfluss hat, haben zwar die Werbestrategen der großen Milchprodukte-Unternehmungen erkannt und senden ihre Kaufbotschaften bilderreich über alle Kanäle, der Einzelne schaut jedoch viel zu selten aufs Ettikett, und Beipackzettel zu Nahrungsmitteln sind nicht gerade üblich (...zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Pflanzenzüchter oder Bauern...).

In das Spannungsfeld der Nahrung sowie der ökologischen, industriellen oder gentechnologisch unterstützen Nahrungsproduktion und der Bedeutung für die Gesundheit des Menschen stellt der Verband deutscher Biologen (vdbiol) seine diesjährige Jahrestagung, den Biologentag 2002.
Unter dem Leitthema "Mensch, Ernährung und Gesundheit: Nutrigenomik" findet diese Tagung vom 25. - 28. Oktober an der Universität Potsdam statt. Die Auftaktveranstaltung am 25.10.02 ist für die breite Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich. An den übrigen Tagen wird ein kleine Teilnehmergebühr erhoben. Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Klaus Lampe, ehemaliger Direktor des International Rice Research Institute (IRRI) auf den Philippinen. Unter dem Titel "Die Welternährungssituation zu Beginn des 21. Jahrhunderts - Grüne Biotechnologie als Ausweg oder Sackgasse?" stellt er die gegenwärtige globale Situation in Pflanzenzucht und Landwirtschaft dar, gerade unter dem Aspekt seiner jahrelangen Erfahrungen der Pflanzenzuchtsforschung in einem Entwicklungsland. Heiße Eisen wie "Golden Rice" oder "Saatgutmonopole" werden dabei natürlich eine Rolle spielen.

Durch den Gewinn des BioProfile-Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums (bmbf) sind unsere Gastgeber an der Universität Potsdam ausgewiesene Experten im Bereich "Nutrigenomik, Genomforschung und Pflanzenbiotechnologie im Dienste der Diagnose, Prävention und Therapie ernährungsbedingter Krankheiten". So lautete der - zugegebenermaßen nicht ganz eingängige - Titel des siegreichen Kompetenznetzes in und um Potsdam. Der bekannte Fischhändler Verleihnix würde das vermutlich in knappen Worten übersetzen mit: "Eßt mehr Fisch".

Wir haben uns bewußt in dieser Meldung nur auf einen Bereich der Veranstaltung konzentriert,
Sie finden die ganze Vielfalt und einige besondere "highlights" der Tagung des vdbiol auf unserer Homepage unter:
http://www.vdbiol.de/potsdam

Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung:

Dr. Georg Kääb
Verband dt. Biologen
und biowiss. Fachgesellschaften e.V.
Corneliusstr. 6
80469 München
T: 089?260 245 73
F: 089?260 245 74
info@vdbiol.de
http://www.vdbiol.de
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