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RUB-Symposion zum 50. Todestag von Wittgenstein

30.04.2001 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Mit einem ungewöhnlichen, multimedialen Symposion erinnert das Institut für Philosophie der Ruhr-Universiät Bochum an Ludwig Wittgenstein, der am 29. April 1951 in Cambridge verstorben ist. Am 9. Mai, ab 16.00 Uhr, Kunstsammlungen der RUB und Audi max bekommen die Besucher einen Film über den Philosophen zu sehen, einen Vortrag über Wittgensteins zu hören und anschließend steht das Musikstück "Suite op. 23 für zwei Violinen, Violoncello und Klavier (linke Hand)" auf dem Programm.

Bochum, 30.04.2001
Nr. 115

50 Jahre nach Wittgensteins Tod
Multimediales Symposium in der RUB
Erinnerung an den großen österreichischen Philosophen


Mit einem ungewöhnlichen, multimedialen Symposion erinnert das Institut für Philosophie der Ruhr-Universiät Bochum an Ludwig Wittgenstein, der am 29. April 1951 in Cambridge verstorben ist. Am 9. Mai, ab 16.00 Uhr, Kunstsammlungen der RUB und Audi max bekommen die Besucher einen Film über den Philosophen zu sehen, einen Vortrag über Wittgensteins zu hören und anschließend steht das Musikstück "Suite op. 23 für zwei Violinen, Violoncello und Klavier (linke Hand)" auf dem Programm. Die Medien und die Öffentlichkeit sind herzlich willkommen (Programm s. u.).

Sprachphilosophie im 20. Jahrhundert

Wittgenstein gilt als einer der wichtigsten und einflussreichsten Philosophen - vielleicht sogar als "der" Sprachphilosoph - des 20. Jahrhunderts Sein "Tractatus logico-philosophicus", im Ersten Weltkrieg entstanden und 1922 veröffentlicht, ist das geniale Werk eines Denkers, der damit glaubte, in der Philosophie "alle Probleme für endgültig gelöst" zu haben. Er, der aus einer der reichsten Familien Österreichs stammte, verschenkte sein Erbe an seine Geschwister und Künstler (darunter dem Dichter Georg Trakl), zog sich nach dem "Tractatus" von der Philosophie zurück, wurde Grundschullehrer in Niederösterreich, schrieb ein Lexikon für Kinder, und baute in Wien ein Haus für seine Schwester (Gustav Klimt malte ein berühmtes Porträt von ihr), das bis heute kunstgeschichtlich und architektonisch bedeutsam ist. Erst durch Bertrand Russel kam Wittgenstein zur Philosophie zurück, ging nach Cambridge, wo er eine geheimnisumwitterte, unkonventionelle Lehrtätigkeit pflegte. Hier wandte er sich von seinem Tractatus ab und der Alltagssprache zu. Mit seinen "Philosophischen Bemerkungen", nach seinem Tod von Schülern herausgegeben, wurde Wittgenstein zum Begründer der so genannten "ordinary language philosophy".

Buntes Programm

So bunt wie Wittgensteins Leben ist auch das Symposium, mit dem die Bochumer Philosophen an den großen Denker erinnern. Den Auftakt macht um 16.00 Uhr der Film "Ludwig Wittgenstein. Biographische und philosophische Bemerkungen" von Ferry Radax (Kunstsammlungen, Mediensaal), gefolgt von einer Begrüßung der Teilnehmer durch Prof. Dr. Dietmar Petzina, Rektor der RUB, und einem anschließenden Umtrunk. "Wittgensteins Tod" ist dann Thema eines Vortrages von Prof. Dr. Walter Schweidler (18.00 Uhr, Kunstsammlungen, Polyphemsaal). Das Symposium beschließt die "Suite op. 23 für zwei Violinen, Violoncello und Klavier (linke Hand)", eine Auftragskomposition von Erich Wolfgang Korngold für den Bruder des Philosophen, Paul Wittgenstein (21.00 Uhr, Audi max Foyer). Das Wittgenstein-Symposium wird ermöglicht durch die Gesellschaft der Freunde der Ruhr-Universität Bochum e. V.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Walter Schweidler, Institut für Philosophie der RUB, Tel. 0234/32-22722, Fax: 0234/32-14035, eMail: walter.schweidler@ruhr-uni-bochum.de

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