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RUB-Uniklinik: Zentrum für Stammzelltransplantation eröffnet

08.10.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Die RUB-Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus hat am 07.10.2002 in Bochum-Langendreer in Anwesenheit von NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer (MFJFG) ein neues Zentrum für Stammzelltransplantation und Immunologische Zelltherapie (ZSIZ) eröffnet. Das Zentrum ermöglicht eine optimale Therapie für Patienten, die an Leukämie oder Lymphknotenkrebs erkrankt sind.

Bochum, 08.10.2002
Nr. 280

Mit eigenen Stammzellen Krebstherapie fördern
Optimale Therapie für Krebskranke in Bochum-Langendreer
RUB-Uniklinik: Zentrum für Stammzelltransplantation eröffnet

Die RUB-Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus hat am 07.10.2002 in Bochum-Langendreer in Anwesenheit von NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer (MFJFG) ein neues Zentrum für Stammzelltransplantation und Immunologische Zelltherapie (ZSIZ) eröffnet. Das Zentrum ermöglicht eine optimale Therapie für Patienten, die an Leukämie oder Lymphknotenkrebs erkrankt sind.

Heilungsprozesse nach Chemotherapie fördern

Die periphere Stammzelltransplantation ist ein medizinisch etabliertes Verfahren, das in Deutschland schon seit den 80er Jahren in der Krebstherapie angewandt wird. Mediziner vermehren zunächst die im Blut befindlichen peripheren Stammzellen, entnehmen diese dem Patienten und frieren sie ein. Nach einer anschließenden hochdosierten Chemotherapie, die bei Tumorerkrankungen erforderlich ist, erhält der Patient 100 ml seiner Stammzellen wieder zurück. So kann sich das Blut, das nach der Chemotherapie stark geschädigt ist, schneller regenerieren. Der Heilungsprozess wird gefördert und die Erfolgsaussichten der Therapie deutlich verbessert.

Hoffnung für 60 Krebspatienten im Jahr

Bereits seit 1999 werden Leukämien und Lymphonen erfolgreich an der Medizinischen Universitätsklinik in Langendreer behandelt. Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen es jedoch den Ärzten, bis zu 60 Patienten im Jahr zu versorgen. Um auch andere Krebsarten besser zu therapieren, können die Mediziner zudem in einem modernen 500 m² großen Labortrakt in der Medizinischen Universitätsklinik an neuen immunologischen Zelltherapieverfahren forschen. Der Neubau kostete sechs Mio. Euro und wurde aus Eigenmitteln der Bundesknappschaft finanziert. Die Medizinische Universitätsklinik verfügt bereits seit letztem Jahr über eine zertifizierte Einheit zur peripheren Stammzelltransplantation und gehört damit zu den ersten Kliniken in Deutschland, die sich erfolgreich der externen Begutachtung unterzogen hat.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Wolff Schmiegel, Medizinische Universitätsklinik, Knapp-schaftskrankenhaus, In der Schornaus 23-25, 44892 Bochum, Tel.: 0234-299-3400, Fax: 0234-299-3409, E-mail: meduni-kkh@ruhr-uni-bochum.de, http://www.ruhr-uni-bochum.de/meduni-kkh/ (s.u.)
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