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Zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Karl Brand

08.05.2001 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Am 22. April 2001 hat Professor Dr. Karl Brand, bis zu seiner Emeritierung im April 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie, sein 70. Lebensjahr vollendet.

Karl Brand legte im Jahr 1956 das Pharmazeutische Staatsexamen an der Universität Freiburg und 1961 das Medizinische Staatsexamen an der Universität Heidelberg ab, wo er 1962 bei Prof. Benno Hess promoviert wurde. Von 1963 bis 1965 war er als Wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik in Heidelberg tätig. 1965 bis 1968 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für Ernährungsphysiologie in Dortmund, 1969 wurde er dort Abteilungsleiter. Für den Zeitraum von Januar 1966 bis Juni 1967 erhielt er ein Forschungsstipendiat am Albert Einstein College of Medicine, New York City (Prof. Bernhard L. Horecker). 1969 erfolgte die Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum. Im selben Jahr wurde ihm der Dr. Fritz Merck-Preis für Biochemie verliehen.

1972 wurde Prof. Brand auf den ordentlichen Lehrstuhl für Physiologische Chemie an der Universität Erlangen-Nürnberg berufen und übernahm zusammen mit Prof. Walter Kersten die kollegiale Leitung des gleichnamigen Instituts. Zur selben Zeit begannen Planung und Bau des neuen Institutsgebäudes in der Fahrstraße in Erlangen, das im Oktober 1978 bezogen werden konnte. 1985 wurde das Institut für Physiologische Chemie in "Institut für Biochemie" umbenannt. Ab 1995 teilte Prof Brand die kollegiale Leitung mit Prof. Dr. Cord-Michael Becker.

Für sechs Jahre war Prof. Brand Mitglied der Prüfungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DGF) für das Sonderschwerpunktprogramm "Enzymdiagnostik". Als Gutachter der DFG amtierte er beim Sonderforschungsbereich "Medizinische Molekularbiologie und Biochemie" in München und beim Sonderforschungsbereich "Adaptation und Rehabilitation" in Marburg. Der Sachverständigenkommission am Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen in Mainz gehörte er zwischen 1977 und 1981 an, der Kontrollkommission zwischen 1990 und 1995.

Von 1978 bis 1982 war Prof. Brand Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft Erlangen, von 1980 bis 1997 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Wilhelm Sander-Stiftung in Neustadt. Für die Zeit von November 1990 bis Juli 1992 wurde er als Vertreter der Gruppe der Professoren in den Senat der Universität Erlangen-Nürnberg gewählt.

Zu Forschungsaktivitäten hielt sich Prof. Brand in Los Angeles, Canberra, Kapstadt, Perth, Baltimore und Sydney auf. Von September 1974 bis August 1975 übernahm er eine Gastprofessur an der Indiana University School of Medicine in Indianapolis. Im Oktober 1987 wurde Prof. Brand zum Ehrenmitglied der Japanischen Biochemischen Gesellschaft ernannt.

Insgesamt 29 geförderte Forschungsprojekte hat Prof. Karl Brand erfolgreich zu Ende geführt. Bis zur Emeritierung am 1.4. 1999 hat er 120 wissenschaftliche Publikationen in internationalen Journalen mit Begutachtungsverfahren verfaßt, einige auch noch danach. Studierenden der Medizin und Zahnmedizin verhalf er zur Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes, in andere Stiftungen bzw. DAAD-Programme oder in ein viermonatiges "Elective Program" der Duke University School of Medicine im Rahmen des Praktischen Jahres.

Weitere Informationen:
Lehrstuhl für Biochemie und Pathobiochemie
Fahrstraße 17, 91054 Erlangen
Tel.: 09131/85 -24621, Fax: 09131/85 -22484
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