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Spezialist für Archäo- und Geomagnetismus, Dr. Heinz Markert, gestorben

08.05.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Mit 65 Jahren ist der Bayreuther Physiker und Spezialist für Archäo- und Geomagnetismus, Dr. Heinz Markert, gestorben

Betroffenheit in der Universität
Trauer um den Physiker und UBTler der ersten Stunde Dr. Heinz Markert
Forschung über Archäo- und Geomagnetismus seine Leidenschaft

Bayreuth (UBT). In der Universität Bayreuth wird um den Physiker Dr. Heinz Markert getrauert, der am 30. April 2001 im Alter von 65 Jahren verstorben ist.

An der Ludwig-Maximilians-Universität München hatte Dr. Markert Physik studiert und wurde dort 1970 promoviert. Nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Gesamthochschule/Universität Bamberg wurde er 1974 persönlicher Referent des Gründungspräsidenten Dr. Kaus. D. Wolff an der Universität Bayreuth. Dr. Markert gehörte damit zu den allerersten wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universitätsleitung und, seit 1975, der Fakultät für Mathematik und Physik.

Seine ganze Liebe in seiner wissenschaftlichen Arbeit gehörte seiner Forschung über den Archäo- und Geomagnetismus. Unbeirrbar, mit großer Ausdauer und Akribie sowie mit ganz ungewöhnlich hohem privatem Einsatz hat er sich dazu auf der Plassenburg ein magnetisch ruhiges Sonderlabor geschaffen und dort Apparaturen aufgebaut, die schon durch ihre äußere Gestalt äußerst eindrucksvoll waren.

Der Physiker hat unter anderem ein nach ihm benanntes Verfahren - die Heller-Markert-Methode - zur Datierung von Bau- und Kunstwerken entwickelt. Dazu hat er die Magnetisierung des zu datierenden Gesteins mit der Magnetisierung des Gesteins im anstehenden Fels quantitativ verglichen. Darüber wurde auch außerhalb der Fachpresse sowie im Rundfunk und im Fernsehen ausführlich berichtet. Dr. Markert arbeitete auch aktiv am kontinentalen Tiefbohrprojekt (KTB) mit. Er hat für seine Forschungsarbeiten Proben aus der ganzen Welt gesammelt und oft selbst gebohrt.

Seine Arbeiten wurden über fast drei Jahrzehnte von der Volkswagen-Stiftung, von der Emil Warburg-Stiftung und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Normalverfahren gefördert. Die mehrfache Bewilligung eines DFG-Projekts bedeutet eine hohe Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit eines Forschers durch die Gemeinschaft der deutschen Forscher.
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