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Preis für Aktive Frauenförderung

08.05.2001 - (idw) Universität Hannover

Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltentwicklung wird für Engagement prämiert

"Die eingereichten Vorschläge zeigen, dass die Universität Hannover in vielen verschiedenen Bereichen aktive Frauenför-derung betreibt", resümiert Frauenbeauftragte Helga Gotzmann. Im vergangenen Jahr hatte die Universität Hannover erstmals einen mit 10.000 Mark dotierten Preis ausgelobt. Ziel des Prei-ses war es, Projekte und Initiativen im Bereich der Frauenförde-rung und Frauenforschung auszuzeichnen und durch das Preisgeld künftige Aktivitäten auf diesem Gebiet zu stärken. Der Präsident der Universität Hannover ehrt die Preisträger am Mittwoch, den 16. Mai im Anschluss an die Senatssitzung ab voraussichtlich 18 Uhr.

Der Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltentwick-lung kann sich nun mit seinen eingereichten Projekten über die Prämie freuen. Er zeigt sich in vielfacher Form gleichstellungs-politisch aktiv. Allein der Anteil an wissenschaftlichen Mitarbei-terinnen in Drittmittelprojekten beträgt 71 Prozent und fast ein Viertel der Professorenschaft ist weiblich. Bis vor einigen Wo-chen war Prof. Dr. Hille von Seggern die erste weibliche Deka-nin an diesem Fachbereich. Sie ist die Initiatorin der Bewerbung um den Preis in dieser Form. "Gerade die Vielfalt der Projekte und ihre Integration in die Fachbereichsentwicklung ist die Stär-ke. Es war mir wichtig, dass wir uns daher als Fachbereich be-werben und nicht nur mit einer Vielzahl von Projekten", erklärt sie die Bewerbung.

Die Jurorinnen überzeugte unter anderem ein Projekt der Ar-beitsgemeinschaft "Frauen in der Geschichte der Landschafts-und Freiraumplanung". Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft organisierten die Ausstellung "Frauen in den Anfängen des Naturschutzes - Spurensuche 1900-1933". Für die Ausstellung haben sich die Forscherinnen auf die Spurensuche gemacht und recherchiert, wo Frauen in und über Naturschutz wissen-schaftlich arbeiteten. Die hannoverschen Forscherinnen haben eine Ausstellung zusammengetragen, die Biografien von fünf Forscherinnen exemplarisch vorstellt.

Mit diesem und zahlreichen anderen Forschungsprojekten wid-met sich der Fachbereich frauenspezifischen Fragestellungen. So lauten Titel von Projekten zum Beispiel "Straßennamen - Fenster zur Geschichte von Frauen?", "Die Gartenkunst im Le-ben der Kurfürstin Sophie von Hannover" oder "Abwasser in der Stadtlandschaft - Gibt es geschlechterspezifisches Verhalten im Umgang mit Wasser?".

Ein weiteres Projekt, das die Jury beeindruckte, war die Zu-sammenarbeit mit dem Verein Gartenzwerge e.V. zur Kinder-betreuung für Studierende und Mitarbeiter.

"Es ist wichtig, dass man frauenspezifische Themen wissen-schaftlich fundiert untersucht, wie hier am Fachbereich. Nur so ist es der Forschung und den Interessen der Frauenforschung dienlich", betonen Prof. Dr. Joachim Wolschke-Bulmahn, der-zeitiger Dekan des Fachbereiches, und Prof. Dr. Eva Hacker, Frauenbeauftragte des Fachbereiches.

Doch auch andere Projekte bewarben sich um das Preisgeld. Die Jury belohnte das Nachwuchskolleg "Sprache, Literatur und Medienevolution" des Seminars für deutsche Literatur und Sprache so :"Die Bemühungen des Geschäftsführenden Leiters des Seminars für Deutsche Literatur und Sprache Prof. Dr. Hans Bickes , finanzielle Ressourcen des Seminars für die För-derung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen eines Nachwuchskollegs mit interessanten For-schungsthemen zu nutzen, zeigen ein hohes Engagement für aktive Frauenförderung". In dem Nachwuchskolleg arbeiten sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen an ihren Promotionen. Darüber fiel das Projekt von Prof. Dr. Stephan Meder am Fach-bereich Rechtswissenschaften mit dem Titel "Rechtliche Forde-rungen der deutschen Frauenbewegung 1870 bis 1933" über den Bewerbungen positiv auf.

"Mit diesem Preis hat die Universität einen weiteren erfolgrei-chen Schritt ihrer gleichstellungspolitischen Aktivitäten umge-setzt, ich bin auf die Anträge der zweiten Ausschreibung in zwei Jahren gespannt", meint Helga Gotzmann.

Hinweis an die Redaktionen

Der Präsident der Universität Hannover ehrt die Preisträger am Mittwoch, den 16. Mai im Anschluss an die Senatssitzung ab voraussichtlich 18 Uhr. Für Fragen zum Siegerprojekt steht Ihnen Dipl.-Ing. Roswitha Kirsch-Stracke, Telefon 0511/762-2653 zur Verfügung. Für Fragen zum Preis für aktive Frau-enförderung steht Ihnen die zentrale Frauenbeauftragte der Universität Han-nover, Helga Gotzmann, unter 0511/762- 3565 zur Verfügung.
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