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Tag der offenen Tür der Universitäts-Augenklinik Homburg

08.10.2002 - (idw) Universität des Saarlandes

Aus Anlass der Woche des Sehens - Blindheit verstehen, Blindheit verhüten:
Tag der offenen Tür der Universitäts-Augenklinik
am 11. Oktober 2002, 10 Uhr
im Hörsaal von Gebäude 22
auf dem Campus in Homburg

Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau findet vom 10. bis 15. Oktober bundesweit eine "Woche des Sehens" unter dem Motto "Blindheit verstehen, Blindheit verhüten" statt. Diese Woche wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Komitee zur Verhütung von Blindheit, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Bildung und Beruf, dem Zentralverband der Augenoptiker, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Berufsverband der Augenärzte und der Christoffel-Blindenmission.

Im Rahmen dieser "Woche des Sehens - Blindheit verstehen, Blindheit verhüten" veranstaltet die Universitäts-Augenklinik in Homburg als zentrale Veranstaltung für das Saarland einen "Tag der offenen Tür:" am 11. Oktober 2002, 10 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Augenklinik auf dem Campus in Homburg.

Ziel dieses "Tages der offenen Tür" ist es, in der Öffentlichkeit die Bedeutung des Sehen-Könnens herauszustellen, Ursachen von Blindheit darzustellen, Möglichkeiten der Förderung von blinden und sehbehinderten Menschen aufzuzeigen und auf die weltweite Aktion "Vision 2020 - Das Recht auf Augenlicht" zur globalen Überwindung vermeidbarer Blindheit hinzuweisen.

In Deutschland leben etwa 150.000 Blinde. Im Saarland gibt es etwa 2.000 Blinde, 5.000 hochgradig Sehbehinderte und ca. 500 nachtblinde Menschen. Die Hauptursachen von Erblindung in Deutschland sind alters- und erblichbedingte Netzhauterkrankungen, zweitens durch die Zuckerkrankheit verursachte Netzhauterkrankungen, gefolgt von Erblindung durch grünen Star.

In den Ländern der dritten Welt sieht dieses ganz anders aus. Hier spielen verhütbare Erblindungsursachen die Hauptrolle: das Trachom, (die ägyptische Körnerkrankheit) mit 6 Millionen Fällen, Glaukome (der grüne Star) mit 3 Millionen, sogenannte Makula-Degenerationen mit 1 Million, Folgen von Vitamin A-Mangel mit einer halben Million, Flussblindheit mit ebenfalls einer halben Million und Lepra mit einer Viertelmillion. In besonderer Weise haben sich die Lions-Clubs International dem Thema der Verhütung von Blindheit bzw. "Rettet das Augenlicht" angenommen. Die Lions Organisation ermöglicht pro Jahr 25.000 Hornhautübertragungen, 1 Mio. Operationen des grauen Stars und 500.000 Untersuchungen auf grünen Star. Lions Clubs International haben rund 80% der Hornhautbanken weltweit unterstützt und unterhalten Hunderte von Lions-eigenen Augenstationen und Augenkrankenhäusern. Sie betreiben zwei Augenforschungsinstitute von weltweitem Ruf.

Zusammenfassend ist zu fragen, wenn weltweit 80% der Erblindungen verhütbar oder heilbar sind, warum geschieht das nicht? Die Woche des Sehens soll hierzu Anregungen, Aufschlüsse und Vorschläge geben.

Sie haben noch Fragen?
Wenden Sie sich bitte an: Professor Dr. Klaus W. Ruprecht
Direktor der Universitäts-Augen- und Poliklinik des Saarlandes,
Landesarzt für Blinde und Sehbehinderte des Saarlandes
Tel: 06841 - 162 23 88
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