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Öffentliche Physik-Vortragsreihe: "Blick in die Nanowelt"

11.05.2001 - (idw) Universität Stuttgart

Mit außerordentlich positiver Resonanz hat die Fakultät Physik der Universität Stuttgart im letzten Sommer die öffentliche Vortragsreihe "Neue Wunder" rund um Computer, Quanten und Moleküle gestartet. In diesem Sommersemester bieten die Stuttgarter Physiker einen "Blick in die Nanowelt" an: International anerkannte Forscher auf dem Gebiet der Nanotechnologie stellen - allgemeinverständlich aufbereitet - die aktuellsten Anwendungsgebiete und ihre Visionen für die Zukunft vor. Ziel dieser Vortragsreihe ist es nicht nur, Schülerinnen und Schüler für diese grundlegende Naturwissenschaft zu interessieren, sondern auch der Öffentlichkeit Einblick in aktuelle Forschung zu geben. Jeweils montags werden bei der Reihe mit dem Untertitel "Im Kleinen ganz Groß" Experten der Nanotechnologie die Gäste auf eine Reise in den Mikrokosmos entführen, Visionen von molekularen Maschinen zeigen und mit spannenden Experimenten die aktuellsten Anwendungsgebiete der neuen Forschung sichtbar machen. - Im Anschluß an die Vorträge sind die Gäste herzlich eingeladen zur Diskussion bei Brezeln und Getränken.


Themen und Referenten:


Montag, 14. Mai, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Klaus Kern (Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart)
"Lego-Spiele mit Atomen und Molekülen"

"Hat der Computer der Zukunft die Größe eines Einzellers?" fragt der Stuttgarter Festkörperforscher im ersten Vortrag dieser Reihe. Heute regen Computer in der Größe von Einzellern oder winzige Medizinroboter, die in der Blutbahn selbständig Krankheitserreger aufspüren und vernichten, noch die Phantasie in Sciencefiction-Filmen an. Doch selbst wenn dies beim aktuellen Stand der Technik noch Wunschdenken ist, schafft die Nanowissenschaft die Grundlage dafür. Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts zweifelten angesehene Wissenschaftler auch noch an der Existenz von Atomen, die sich heute problemlos beobachten lassen. Die Nanotechnologie liefert jetzt schon das Werkzeug, um nach dem Baukastenprinzip gezielt einzelne Atome und Moleküle zu kleinsten Strukturen zusammenzusetzen.


Montag, 18. Juni, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Helmut Dosch (Lehrstuhl für Experimentelle Festkörperphysik der Universität Stuttgart und Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart)
"Nano, klein und schnell"

Wie die Nanotechnologie das Laufen lernt, erfahren die Gäste beim Vortrag von Prof. Dosch. Physiker beherrschen heute die Materialien auf der Nanometerskala. Alle modernen Technlogien basieren darauf. Wie ging diese atemberaubende Entwicklung vor sich? Was erwartet uns in der Zukunft? Ist der nächste Schritt die Beherrschung der Femtosekunden-Zeitskala? Dann können wir der Natur "live" zuschauen, wie sie aus Atomen Materialien aufbaut und direkt in diese unglaubliche Zeitskala eingreifen. Prof. Dosch begleitet die Zuhörer mit Beispielen und Demonstrationen bei der Expedition in das Reich der Atome und Moleküle. Er gibt Einblick in die raffinierten neuen Werkzeuge, mit denen sich die Physiker von morgen atomare Einblicke in diese für das Auge unsichtbare Welt verschaffen.


Montag, 9. Juli, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Hermann E. Gaub (Ludwig-Maximilians-Universität München)
"Maschinenbau mit Atomen und Molekülen"

Um den Werkzeugkasten der Zukunft geht es im dritten Vortrag. Die stürmische Entwicklung der Biophysik ist geprägt von einem synergetischen Zusammenwirken von Physik und Molekularbiologie. Die vehement voranschreitende Miniaturisierung der physikalischen Technologien hat die nanoskopische Längenskala erreicht, womit wir bei den Dimensionen biologischer Moleküle angelangt sind. Diese Nanoinstrumente erlauben uns heute, gezielte Untersuchungen mit und an individuellen Molekülen und molekularen Maschinen durchzuführen. Damit werden Hybride aus biologischen Funktionseinheiten und nanoskopischen Halbleiterstrukturen möglich. Die fundamentalen Mechanismen der molekularen Erkennung oder der Proteinfaltung werden so entschlüsselt. Prof. Gaub erläutert die Wirkungsweise molekularer Maschinen und ihren Einsatz in künftigen Fertigungsprozessen.


Veranstaltungsort ist auf dem Campus der Universität Stuttgart in Vaihingen der Hörsaal 53.01 (Pfaffenwaldring 53).
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