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Informatikausbildung der Spitzenklasse nimmt in Bonn ihren Betrieb auf

09.10.2002 - (idw) Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung NRW

Gelder für International Center for Information Technology (B-IT) freigegeben

Düsseldorf, 09.10.2002. Die Exzellenzförderung hat in Nordrhein-Westfalen ein neues, starkes Standbein: der Stiftungsrat des Bonner International Center for Information Technology (B-IT) kam heute erstmals zusammen und gab die ersten Jahresraten von je 5 Mio. Euro für 2002 und 2003 frei. Mit diesen Mitteln kann der Betrieb im Wintersemester 2002/03 aufgenommen werden. "Hochbegabte Studierende müssen international ausgerichtete Studienangebote finden. Gut organisierte, zügige Studien und eine frühe Einbindung in die Spitzenforschung sind die Voraussetzung für Exzellenz. Mit dem B-IT bietet NRW ab sofort den notwendigen Rahmen," erklärte Bildungsministerin Gabriele Behler in Düsseldorf.

Im B-IT kooperieren die Universität Bonn, die Technische Hochschule Aachen, die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren Instituten in Sankt Augustin. Weitere Partner, insbesondere andere Hochschulen der Region, können hinzutreten. Dem Stiftungsrat unter Leitung von NRW-Wissenschafts-Staatssekretär Hartmut Krebs gehören neben dem Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Dr.-Ing. Uwe Thomas, Vertreter der kommunalen Körperschaften, der Universitäten Bonn und Aachen sowie der Fachhochschule Rhein-Sieg an.

Das Konzept des B-IT beinhaltet den Aufbau von Exzellenzstudiengängen und entsprechenden Weiterbildungsangeboten im Bereich der Informatik und Schnittstellen zur Biologie sowie zu den Medienwissenschaften. Zunächst werden insgesamt etwa 300 Studienplätze eingerichtet. Betont wird die internationale Ausrichtung: das Studium soll in englischer Sprache erfolgen. Die Studierenden erhalten zugleich einen Praktikanten-Vertrag bei der Fraunhofer-Gesellschaft oder einem Unternehmen der Region. In dieser dualen Ausbildungsform beschäftigen sie sich frühzeitig mit praxisnahen Fragen.

Für das B-IT entstehen jährliche Kosten von etwa 5 Mio Euro. Die Hälfte daran steuert in den ersten beiden Jahren das BMBF bei, ab 2004 übernimmt das Land NRW die Folgefinanzierung. Die andere Hälfte finanziert sich aus den Mitteln der Stiftung; der Stiftungsbetrag von 56 Mio. Euro aus dem Bonn-Berlin-Ausgleich ist hinreichend, um den Grundstock des Zentrums auf Dauer zu erhalten.

Das B-IT gliedert sich in ein gemeinsames Institut der Universität Bonn und der Technischen Hochschule Aachen und ein Institut der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und soll Trägerin der Studiengänge und Weiterbildungsangebote sein. Die Studierenden werden durch das B-IT ausgewählt und betreut. Die Hochschulen werden ihre Studiengänge jeweils in eigener Verantwortung aufbauen.

Vorgesehen sind Master-Studiengänge Life Science Informatics und Media Informatics. Besonders befähigte Studierende finden im Bereich der Informatik ein allgemeines Exzellenz-Studium vor, das sie in kurzer Zeit zu dem international anerkannten Bachelor-Abschluss führt. In der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg ist die Einbeziehung der Robotik geplant. Ein Master-Studiengang Autonomous Systems wird diesen Bereich abdecken.

Weitere Informationen zu den Inhalten der Studiengänge finden Sie in der Internetversion dieser Pressemitteilung unter der Adresse http://www.bildungsportal.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/PM_2002/pm_09_10_2002.html .
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