Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 18. Dezember 2014 

Erster Ehrensenator an der Bauhaus-Universität Weimar - Neue Amerika-Programme der Universität

15.05.2001 - (idw) Bauhaus-Universität Weimar

Am Montag, 14. Mai 2001, 16 Uhr, hat der der Bauhaus-Universität Weimar Senates die Ehrensenatorwürde an Dr. Hans Hachmann, New York
verliehen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch auch über die neuen USA-Programme der Universität informiert:
Joint Consortium for Higher Education - "Global Imperatives for Architec-tural Education"
Global Teamwork
Master of Fine Arts

Verleihung der Ehrensenatorwürde an Dr. Hans Hachmann
Der Senat der Bauhaus-Universität Weimar kann Persönlichkeiten, die in be-sonderer Weise zur Entwicklung der Universität beigetragen haben oder die in Ihrem Wirken die Ziele der Universität in besonderer Weise unterstützen, die Ehrensenatorwürde verleihen.

Der Senat der Bauhaus-Universität Weimar verleiht dem Präsidenten der Max-Kade-Stiftung New York, Dr. Hans Hachmann, die Ehrensenatorwürde für seine langjährige Arbeit für die Pflege und Verbesserung der deutsch-amerikanischen Hochschul-beziehungen.

Der in Deutschland geborene, und mit seinen Eltern vor den Nazis emigrierte Hans Hachmann, arbeitet heute als Rechtsanwalt in New York und ist nicht nur Präsident der Max-Kade-Stiftung sondern auch aktives Mitglied im Vor-stand weiterer Gesellschaften, die sich den Deutsch-Amerikanischen Bezie-hungen widmen. Er ist unter anderem Mitglied des Advisory Council des Deutschen Hauses der Faculty of Arts and Science der New York University.

Die Max-Kade-Stiftung, deren Präsident Hans Hachmann seit dem vergange-nen Jahr ist, fördert die deutsch-amerikanischen Hochschulbeziehungen durch die Errichtung von Studentenhäusern in Deutschland und den USA so-wie die Vergabe von Stipendien seit über 50 Jahren.


Joint Consortium for Higher Education - "Global Imperatives for Architec-tural Education"

Im Rahmen des Vorhabens: "Joint Consortium for Higher Education", fördert die EU Kommission in Brüssel und das Department of Education in Washing-ton Vorhaben zur transatlantischen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zwischen Ländern der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Un-ter der Regie von Prof. Dr.-Ing. Zimmermann und Dipl. Ing. Ruth Baumeister, Professur für Entwerfen und Architekturtheorie, wurde der Antrag: "Global Imperatives for Architectural Education" erarbeitet und im November 2000 unter 60 Bewerbern zur Förderung für eine Laufdauer von drei Jahren aus-gewählt.
Global Imperatives for Architectural Education dient zur Internationalisierung der Bauhaus-Universität in Forschung und Lehre.
Projektpartner sind die Bauhaus-Universität Weimar, das Institutio Universita-rio di Architettura, Venezia, die Technische Universität Delft, die University of Pennsylvania, Philadelphia, das Illinois Institute of Technology, Chicago und das Southern Californian Institute of Architecture, Los Angeles.
36 Studenten und 10 Lehrende pro akad. Jahr nehmen an dem Programm teil.

Global Imperatives for Architectural Education dient zur Vorbereitung und Durchführung eines europäisch-amerikanischen Studentenaustausches auf "tuition waiver basis" mit anschliessendem Berufspraktikum im Gastland. "Globalisierung und Architektur" ist die übergeordnete Thematik des Vorha-bens. Innerhalb dieses Rahmens werden insbesondere die unterschiedlichen Erfahrungen und Methoden der USA und der Europäischen Union in For-schung und Lehre diskutiert. Dabei soll also einerseits institutionsübergreifend geforscht, andererseits die Verwertung der Forschungsergebnisse durch die Entwicklung neuartiger kooperativer Lehrmethoden im Rahmen eines 4 wö-chigen Intensivkurses, an dem sowohl Studierende als auch Lehrende aller Partneruniversitäten teilnehmen, erprobt werden. Im Anschluss daran erfolgt für die teilnehmenden Studierenden ein einsemestriges Auslandslandsstudium mit der Möglichkeit eines anschliessenden Praktikumssemesters im Gastland. Die Ergebnisse des Programms werden jährlich im Rahmen einer Ausstellung der Studentenarbeiten, begleitet von einer Publikation der Forschungsergeb-nisse, veröffentlicht.

"Global Teamwork"

Die Bauwirtschaft ist in zunehmendem Maße international orientiert. Dieser Entwicklung wird in der Kooperation zwischen dem Lehrstuhl "Informatik im Bauwesen"´(Prof. Dr. Karl Beucke) in Weimar und der Hochtief dadurch Rechnung getragen, dass eine gute Kooperation mit ausländischen Hoch-schu-linstituten gepflegt und weiter ausgebaut wird. Insbesondere ein aktuel-les Projekt, welches mit Forschungs- und Entwicklungsmitteln der Hochtief un-terstützt wird, unterstreicht diesen Anspruch. Im Projekt "Global Team-work", welches eine reguläre Lehrveranstaltung an der Stanford University in Palo Alto, Kalifornien, darstellt, arbeiten Studenten aus Weimar zusammen mit Studenten mehrerer anderer ausländischer Hochschulinstitute und der Stan-ford University gemeinsam an verschiedenen Bauprojekten. Unter Ver-ant-wortung von Frau Prof. R. Fruchter der Stanford University treffen sich die Studenten am Anfang des Projektes eine Woche in Stanford, um die Aufga-ben gemeinsam zu besprechen, fahren zurück an die jeweiligen Heimatstand-orte, um von dort die Projektarbeit mit Mitteln der Telekooperation durchzu-führen, und treffen sich wieder zur Abschlußverteidigung in Stanford. Die bisherigen Erfahrungen zeigen mehr als deutlich, dass die technischen Mittel inzwischen weitgehend vorhanden sind, dass jedoch die Lösung der Gesamt-problematik weitaus mehr als ein technisches Problem darstellt.


Master of Fine Arts
Konzept für einen postgradualen Studiengang an der Fakultät
Gestaltung/Freie Kunst der Bauhaus-Universität-Weimar

Zum Wintersemester 2001/2002 werden wir einen internationalen ausland-sorientierten Masters of Fine Arts (MFA) Studiengang der Freien Kunst mit dem Schwerpunkt "Kunst im öffentlichen Raum" an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar eröffnen.
Zur Bildung dieses interdisziplinären Studiengangs motivieren uns die Beson-derheiten des Studienstandortes Weimar, die vor allem in den themenüber-greifenden Unterrichtsmöglichkeiten der bisher kaum sich überschneidenden Fachbereiche Gestaltung, Architektur, Bauwesen und Medien liegen. Gemäß der interdisziplinären Tradition des Bauhauses sind heute alle vier Fakultäten der Bauhaus-Universität Weimar an unterschiedlichen Aspekten der Gestal-tung des öffentlichen Raumes beteiligt.
Dieser neue Studiengang will das Potential der Weimarer Universität mit sei-nem internationalen Lehrkörper nutzen um die Studierenden auf die Aufga-ben der bildenden Kunst im Umgang mit und in der Öffentlichkeit so fachü-bergreifend vorzubereiten, daß sie zu einschlägigen künstlerischen Interven-tionen im öffentlichen Raum befähigt werden.

Der Studiengang ist ein wichtiger Beitrag zur Internationalisierung der Bau-haus-Universität. Mit der Anerkennung des Studiengangs erhält Thüringen die erste Förderung im Rahmen des AS-Programms und in ganz Deutschland die erste Förderung eines Masters-Studiengangs im Studienbereich Bildende Kunst durch den DAAD. Wir betrachten das MFA-Programm mit dem Schwerpunkt "Kunst im öffentlichen Raum" als ein auf die besonderen Situa-tion in Weimar zugeschnittenes Studienangebot für Studierende, die sich für die Arbeit im öffentlichen Raum interessieren und in ihm ein internationales Tätigkeitsfeld ihrer späteren professionellen Arbeit sehen.

Zunächst arbeiten wir mit zwei US-Partnerhochschulen zusammen, mit denen wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen im Direktaustauschprogramm ge-macht haben: The Minneapolis College of Art and Design (MCAD) und das Milwaukee Institute of Art and Design (MIAD).

Die persönliche künstlerische Entwicklung während des Masters-Programm steht im Mittelpunkt. Die Ideen für Interventionen im öffentlichen Raum ge-hen aus der intensiven Beschäftigung mit dem eigenen künstlerischen Werk hervor. Die Masters-Studierenden werden demzufolge im Atelier und in den Werkstätten ihre künstlerische Arbeit entwickeln und diese Arbeit als die Quelle betrachten, woraus Ideen für den öffentlichen Raum entwickelt wer-den. Neben der theoretischen Hinterfragung und Festigung der eigenen Ar-beit wird über den Begriff des öffentlichen Raums geforscht. Durch freie In-terventionen oder durch die Teilnahme an ausgeschriebenen Wettbewerben für Kunst im öffentlichen Raum/Kunst am Bau werden sich die Studierenden mit der Realität ihres späteren Berufslebens auseinandersetzen.

Neben dem Lehrangebot für das MFA Programm innerhalb der Fakultät Ge-staltung ist also die Zusammenarbeit mit den Fakultäten Architektur und Bauwesen ein wichtiger Teil des Konzepts.
Im ersten und zweiten Semester studieren die Teilnehmer an der Partnerhoch-schule im Ausland, das dritte und vierte Semester absolvieren sie an ihrer Ausgangshochschule.

Im ersten Jahr verbringen zehn über die US Partnerhochschulen ausgewählte Studierende ihr erstes Jahr in Weimar, zunächst fünf von MIAD und fünf von MCAD. Dort treffen sie im August 2001 auf ihre zehn erstjährigen Kommili-tonen aus Weimar und internationaler Herkunft. An der Europäischen Som-merakademie (ESA) absolvieren sie einen vierwöchigen Intensivkurs in Deutsch oder Englisch. Hier haben beide Gruppen die Möglichkeit, Sprach-kenntnisse zu erwerben oder zu verbessern. Neben dem reichhaltigen Kultur-programm der ESA , in diesem Jahr mit dem Thema: "Back to Babel", werden Wochenend-Exkursionen angeboten.
Eine Woche nach Beendigung der ESA beginnt der kostenlose Intensivkurs für ausländische Studierende im Sprachenzentrum der Bauhaus-Universität. Im September finden zudem Einführungskurse in den Werkstätten für Holz, Metall, Gips und Formenbau, Video, Foto, Computer statt. Die Ateliers ste-hen bereits zur Verfügung.

Nach der ESA beginnen die zehn Kommilitonen aus Weimar und internatio-naler Herkunft ihr einjähriges integriertes Auslandsstudium in den USA. In dieser Zeit können Kontakte, die während des vierwöchigen Intensivkurses geknüpft wurden, elektronisch, in gemeinsame Workshops oder Ausstel-lungsprojekten vertieft werden. Anfang des zweiten Jahres, wenn US Stu-dierende zu ihrer Hochschule zurückkehren, treffen sie auf die dort anwesen-den Studierenden aus Weimar und tauschen in gemeinsamen Projekten ihre Erfahrungen aus.

Im zweiten Jahr kehren die sich im Ausland befindenden Teilnehmer an ihre Hochschulen zurück, während eine neue Gruppe von Studierenden an die internationalen Partner-hochschulen reist. Die Gesamtzahl der MFA-Teilneh-mer steigt in Weimar auf 20.

Das englischsprachige Lehrangebot des MFA-Programms wird an der Bau-haus-Universität Weimar zu einem großen Teil für beide Jahrgänge angebo-ten, da es durch die Ortsverschiebung nicht zu Wiederholungen kommt.
uniprotokolle > Nachrichten > Erster Ehrensenator an der Bauhaus-Universität Weimar - Neue Amerika-Programme der Universität

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/72608/">Erster Ehrensenator an der Bauhaus-Universität Weimar - Neue Amerika-Programme der Universität </a>