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Honorarprofessur für Ulmer Designer Horst Diener

16.05.2001 - (idw) Fachhochschule Ulm

Die Fachhochschule Ulm (FHU)verleiht heute im Rahmen eines Festaktes Dipl.-Designer Horst Diener die Würde eines Honorarprofessors. Horst Diener hat es der FHU durch sein Engagement ermöglicht, ihr Studienangebot um zwei Disziplinen (Zusatzqualifikation "Technisches Design" und Bachelor-Studiengang "Digital Media") zu erweitern. Damit konnte sie rasch auf neue Anforderungen der modernen Industriegesellschaft reagieren.

Horst Diener hat an der seinerzeit weltbekannten Ulmer Hochschule für Gestaltung 1964 sein Diplom erworben. Unmittelbar nach Abschluss seines Studiums trat er in die Ulmer Firma Gugelot Design GmbH ein, die er ein Jahr später als designverantwortlicher Prokurist leitete. In den 10 Jahren seines dortigen Wirkens wurden zahlreiche Erzeugnisse für Firmen wie Bosch, Braun, BMW und Varta gestaltet. Auch das erste Kunststoffauto der Welt, das heute im Deutschen Museum München steht, wurde in dieser Zeit in Zusammenarbeit mit BMW und Bayer entwickelt.

1974 gründete Horst Diener sein eigenes Institut für innovative Gestaltung, das heute unter dem Namen designpraxis diener ulm im eigenen Haus in Ulm-Gögglingen firmiert. Sein Erstauftrag kam von BMW, für die er das erste Cabriolet der 3er Reihe gestaltete. Ein Schwerpunkt des Instituts ist die Gestaltung von Investititionsgütern wie Papier-, Druck-, Schleif- und Nähmaschienen.

Den Erfolg seiner Arbeiten bezeugen mehr als 180 Preise und Auszeichnung aus aller Welt. Der Werbeartikel Party Boy erhielt eine Ehrung durch das Museum of Modern Art, New York. Hinzukommen zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Das erarbeitete Wissen wird in zahlreichen Veröffentlichungen und durch Lehrtätigkeit im In- und Ausland weitergegeben. Viel gefragt ist sein Urteil bei nationalen und internationalen Jurys. Ein wesentliches Anliegen des Laureaten ist es darüber hinaus, die Erinnerung an die Ulmer Hochschule für Gestaltung wachzuhalten. Er ist Mitbegründer eines zu diesem Zweck gegründeten Vereins, dem "Club of Ulm", und Mitbegründer des HfG-Archivs, das dem Ulmer Museum eingeglieder ist.

Das Engagement von Horst Diener an der Fachhochschule Ulm, für das ihm der Professorentitel verliehen wird, geht auf eine Entwicklung zurück, die das Ziel hatte, angehende Ingenieure mit einem Grundwissen in technischem Design auszustatten. In den vergangenen zehn Jahren hat das technische Design zunehmend als Wettbewerbsfaktor an Gewicht gewonnen. Folglich ist das Bedürfnis der Industrie nach Absovent(inn)en mit Grundkenntnissen in der ästhetischen und ergonomischen Gestaltung von Produkten gewachsen. Um mit einer Zusatzqualifikation "Technisches Design" diese Lücke wirkungsvoll zu schließen, bedurfte es
für die FHU externen Expertenwissens. Die FHU nutzte bereits bestehende Kontakte zwischen dem Fachbereich Maschinenbau und dem Büro designpraxis diener ulm und konnte 1996 Horst Diener für den Aufbau und die Entwicklung der Lehrinhalte diese Zusatzqualifikation gewinnen. Seinen Sachverstand brachte der Industriedesigner darüber hinaus in die Entwicklung des Bachelor-Studiengangs "Digital Media" des Fachbereichs Elektrotechnik ein, wo er bis heute als ständiges Mitglied einer Kommission die Qualität der Bewerberarbeiten im Rahmen der Eignungsprüfung beurteilt.
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