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Konferenz in Cottbus übt Kritik an der Architekturkritik

09.10.2002 - (idw) Brandenburgische Technische Universität Cottbus

BTU und dreisprachige Zeitschrift ehren Architekturkritiker Ulrich Conrads

Wer kritisiert, muss auch Kritik vertragen können. Nach diesem Grundsatz veranstalten der Lehrstuhl Theorie der Architektur der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) und die deutsch-englisch-russischsprachige Architekturzeitschrift ,Wolkenkuckucksheim - Cloud-Cuckoo-Land - Vozdushnyi zamok" eine Konferenz mit dem Titel: "Zur Sprache bringen: Eine Kritik der Architekturkritik". Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 31. Oktober, um 16 Uhr im Grünen Salon von Schloss Branitz und wird an den beiden folgenden Tagen in den Brandenburgischen Kunstsammlungen in Cottbus fortgesetzt.

Im Mittelpunkt der Tagung steht der Architekturkritiker und -theoretiker Dr. h.c. Ulrich Conrads, zu dessen Ehren sie stattfindet. Conrads, dem die Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung der BTU im vergangenen Jahr die Ehrendoktorwürde verlieh, hat das Bauen in Deutschland ein halbes Jahrhundert lang kritisch begleitet und entscheidend mitgeformt. Der 1923 in Bielefeld Geborene war Chefredakteur der ,Bauwelt' und der ,Stadtbauwelt', gab die zweisprachige Fachzeitschrift ,Daidalos' heraus, gründete die Buchreihe ,Bauwelt-Fundamente', in der bis heute über 120 Bände erschienen sind, und beteiligte sich mit zahllosen Monographien, Aufsätzen, Vorträgen sowie Fernseh- und Rundfunkbeiträgen am Diskurs über Architektur und Stadt.

Conrads wird die Konferenz mit je einem Vortrag eröffnen und beschließen. Dazwischen werfen zahlreiche Architekten, Wissenschaftler und Fachjournalisten einen kritischen Blick auf das Genre der Architekturkritik. So spricht beispielsweise Wilfried Dechau von der ,deutschen bauzeitung' Frankfurt am Main über das "Graubuch"; der Hamburger Journalist Manfred Sack berichtet "Aus der Werkstatt eines Architekturkritikers"; der Architekt Axel Schultes beleuchtet "Das Elend des Berliner Feuilletons (am Beispiel des Berliner Stadtschlosses)". Für Freitag, den 1. November, ist um 16.30 Uhr in den Brandenburgischen Kunstsammlungen eine Podiumsdiskussion geplant.

Vor und nach der eigentlichen Konferenz haben die Veranstalter ein Rahmenprogramm organisiert: Am Donnerstag führt der Direktor der Fürst-Pückler-Stiftung, Berthold Ettrich, ab 14 Uhr Tagungsteilnehmer durch Park und Schloss Branitz. Am Samstag, 2. November, beginnt ebenfalls um 14 Uhr die Besichtigung der Situation und der ökologischen, landschaftlichen und baulichen Umgangs in den Braunkohlegruben sowie der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land.

Die Anmeldung soll wegen der begrenzten Plätze möglichst bis Freitag, 18 Oktober, erfolgen. Anmeldungen und weitere Informationen im Internet unter
www.theo.tu-cottbus.de/Wolke/ oder bei
Ehrengard Heinzig, BTU Cottbus, Lehrstuhl Theorie der Architektur,
Postfach 101344, 03013 Cottbus,
e-mail: wolke1@tu-cottbus.de

Für Donnerstag, 31. Oktober, laden die Veranstalter der Konferenz um 15 Uhr zu einem Pressegespräch im Schloss Branitz ein.
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