Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 22. August 2019 

Bilanz der 20. Dortmunder Gespräche

09.10.2002 - (idw) Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Fast 300 Teilnehmer, mehr als 40 Medienvertreter, 17 Referenten zum Thema "Logistics worldwide - wettbewerbsfähige Logistik für einen globalen Markt": dies ist die Summe der 20. Dortmunder Gespräche. Das Fazit lautet: die Teilnehmer sahen Bausteine einer ganzheitlichen Logistik, die mehr und mehr in den Unternehmen Wirklichkeit wird. Den Initiator der Logistik in Deutschland und Begründer der Dortmunder Gespräche, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Reinhardt Jünemann, der als Ehrengast teilnahm, freute dies, aber sein persönliches Fazit lautete auch: "Es gibt noch viel zu tun".

Multiperspektivität notwendig
Und so zeigten die zwei Tage im Kongresszentrum der Spielbank Hohensyburg auch die Baustellen, die sowohl in der wissenschaftlichen als auch "praktischen" Logistik noch vorhanden sind. Prof. Dr.-Ing. Axel Kuhn, Leiter des Fraunhofer IML, wies in seiner Begrüßung auf den Tatbestand hin, dass vierzig Wissenschaftsdisziplinen an der Logistik beteiligt sind. Umso wichtiger sei dies auch, wenn man an die komplexe Struktur der Logistik denke: "Wir müssen in der Logistik zu Standards finden, die die permanente Auseinandersetzung mit Schnittstellen überflüssig machen."
Welche Logistik-Landschaft es hier zu bestellen gilt, zeigten die Bereiche Verkehr, Entsorgung und Verpackung, sowie das weite Feld von Supply Chain Management und der 4th Party Logistics. Technische Lösungen für die letzte Meile und Anforderungen an Einzelkomponenten rundeten die Logistikthemen ab.

Das Aufgabenmodell der Logistik
Am Ende der zwei Tage schloß Professor Kuhn mit einem Ausblick. Er skizzierte das Aufgabenmodell der Logistik, wie ein Unternehmen gestaltet werden kann oder muss. Der Megatrend der Logistik laute kurz zusammengefasst: autonome Unternehmen erschließen in Wertschöpfungspartnerschaften Kooperationsmöglichkeiten in der gemeinsamen Bewirtschaftung von Ressourcen aller Art, mit dem Ziel, ihren Verbrauch bzw. Gebrauch auf ein Minimum zu reduzieren.
So sind zentrale Themen wie E-Procurement bei der C-Teile-Logistik schon erfolgreich umgesetzt, Lieferantennetzwerke in der Automobilindustrie erfolgreich geknüpft worden; mit dem Tower24 wurde eine Innovation für die letzte Meile geschaffen. Das Projekt OTD-Sim - das Ergebnis ist ein Simulationsmanagementwerkzeug im Bereich des Order-to-Delivery - des Fraunhofer IML, für VAG entwickelt, wird der gesamten Automobilindustrie zur Verfügung gestellt. Mit DISMOD steht ein einzigartiges Modellierungs-Instrument für die gesamte Distribution zur Verfügung, das nicht nur zur Planung, sondern betriebsbegleitend permanente Planungsbereitschaft sichert.
Ein 4PL-Research-Club soll den interessanten 4PL-Ansatz weiterentwickeln und forschend begleiten.
Digitale Fabrik, elektronische Kataloge und e-Industrial-Services, Mehrwertdienste durch e-logistics, open source Lagerverwaltungssoftware myWMS, aber auch neue technische Lösungen für den innerbetrieblichen Transport durch "multi-shuttle", ein neues flexibles Behälterlager- und Transportsystem des Fraunhofer IML, zeigten, was passiere, wenn Ingenieure herausgefordert würden.

Professor Kuhn schloss seinen Vortrag und Ausblick mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit eines permanenten Wissenstransfers in der Logistik - wie gesagt, es gibt noch viel zu tun.(RFN)

Weitere Informationen unter http://www.do-ge.de
uniprotokolle > Nachrichten > Bilanz der 20. Dortmunder Gespräche

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/7263/">Bilanz der 20. Dortmunder Gespräche </a>