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ALVITO will durchtrennte Nerven heilen

09.10.2002 - (idw) ALVITO Biotechnologie GmbH


ALVITO-Matrix mit humanen Zellen besiedelt Die ALVITO Biotechnologie GmbH weihte am 24.September 2002 im EUROPARC Dreilinden am südlichen Stadtrand von Berlin einen neuen Reinraum-Laborkomplex ein. Die nach höchsten internationalen Standards zertifizierte Anlage steht für Eigenentwicklungen, Auftragsforschung sowie für spezielle Produktionen zur Verfügung.

Das Unternehmen ist auf dem noch jungen Gebiet des Tissue Engineerings (Gewebezüchtung) tätig. Es entwickelt natürliche und in der Praxis einfach anwendbare Lösungen für den regenerativen Ersatz menschlicher Nerven, Knorpel, Knochen und Haut. Die ersten Produkte werden in zwei Jahren auf dem Markt sein.

Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung einer neuen Nervenschiene. Versuche in einem großen deutschen Klinikum zeigen, dass dank dieser Schienung durchtrennte Nerven schnell, einfach und ohne Komplikationen zusammengeführt und wieder funktionstüchtig werden. Dies eröffnet beispielsweise die Möglichkeit, die Zahl der Lähmungen nach Verkehrsunfällen deutlich zu vermindern.

Die Entwicklung vergleichbarer biotechnologischer Produkte laufe in anderen Ländern derzeit mit großem finanziellen Rückhalt, betonte ALVITO-Geschäftsführerin Dr. Andrea Pahmeier vor der Presse. Mit der von ihrem Unternehmen entwickelten Nervenschiene habe man einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz. Damit dieser gehalten und ausgebaut werden kann, hat ALVITO bis zum Markteintritt durch seine Partner den nötigen finanziellen Rückhalt.


In seiner Rede zur ALVITO-Laboreinweihung führte Staatssekretär Dr. Alfred Tacke (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) unter anderem aus: "Die Biowissenschaften sind ohne Zweifel eines der wichtigsten Innovationsfelder unserer Zeit. Unser Ziel ist es, Deutschland zu einem führenden Biotech-Standort auszubauen. Die Bundesregierung wird daher auch weiterhin technologieorientierte Gründungen fördern, um privates Kapital zu mobilisieren und Finanzierungsschwierigkeiten in der Frühphase der Unternehmen überbrücken zu helfen."
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