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Erneut Nobelpreis an Humboldtianer

09.10.2002 - (idw) Alexander von Humboldt-Stiftung

Wissenschaft in Deutschland profitiert von Chemie-Nobelpreisträger John B. Fenn

Erneuter Nobelpreis für Forschungspreisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung

Vorbereitung der ausgezeichneten Forschung fand unter anderem in Göttingen statt


Bereits 20 Jahre vor der Bekanntgabe des Nobelpreises an John B. Fenn würdigte die Alexander von Humboldt-Stiftung die Verdienste des analytischen Chemikers. Durch den Humboldt-Forschungspreis ermöglichte sie die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Professor Fenn und Professor Jan Peter Toennies am Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für Strömungsforschung 1983/84: Die Arbeit steht in Zusammenhang mit den 1988 veröffentlichten Ergebnissen, für die Fenn heute den Nobelpreis zugesprochen bekam.
Mit Professor Fenn von der Virginia Commonwealth University (USA) wird in diesem Jahr bereits der zweite Humboldt-Forschungspreisträger ausgezeichnet. Damit steigt die Zahl der Nobelpreisträger unter den Humboldtianern auf insgesamt 34.

Mit dem Humboldt-Forschungspreis hatte die Humboldt-Stiftung bereits 1983 die Pionierleistung Fenns auf dem Gebiet der Molekularstrahlphysik und -chemie anerkannt. Schon damals zählte die Humboldt-Stiftung Fenn zu den herausragenden 10% der internationalen Spitzenwissenschaftler auf dem Gebiet der Düsenstrahltechnologie. Insgesamt 12 Monate arbeitete Fenn in Deutschland mit Professor Jan Peter Toennies am MPI für Strömungsforschung an der Weiterentwicklung dieser Technologie. Sie wurde in den Folgejahren auf eine Reihe wissenschaftlicher und technologischer Probleme verschiedenster Gebiete angewandt.

"Ein wenig des wissenschaftlichen Glanzes färbt auch auf diese Forschungseinrichtungen ab", erklärt der Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, Dr. Osten. "Die Zusammenarbeit mit dem späteren Nobelpreisträger beweist, dass es in Deutschland Centers of Excellence gibt, und dass diese attraktiv für Kooperationen auf Augenhöhe von Spitzenwissenschaftlern wie John B. Fenn sind."

Gleichzeitig sei der 34. Nobelpreis eine Bestätigung für die Strategie der Humboldt-Stiftung. "Wir sind stolz darauf, dass unsere Preise dazu beitragen, Wissenschaftler wie Professor John B. Fenn in den Forschungbetrieb der Bundesrepublik einzubinden", sagt Osten. "Denn so kann auch der eigene wissenschaftliche Nachwuchs von dem besonderen Know How dieser Wissenschaftspioniere profitieren."

Mit dem Nobelpreis für Chemie wurde Fenn zusammen mit Koichi Tanaka für die Entwicklung von weichen Desorption/Ionisation-Methoden zur massenspektrometrischen Analyse von biologischen Makromolekülen ausgezeichnet. Massenspektrometrie ist eine sehr wichtige Analysenmethode, die in jedem Chemielaboratorium angewendet wird. Neben Tanaka (Japan) und Fenn geht der Nobelpreis für Chemie an Kurt Wüthrich (Schweiz).

Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Als führende Organisation für die internationale Vernetzung der deutschen Wissenschaft finanziert die Humboldt-Stiftung jährlich über 1.800 Spitzenkräften aus aller Welt eine wissenschaftliche Tätigkeit in Deutschland. Seit 1953 hat die Humboldt-Stiftung ein weltweites Netz geknüpft, das über 20.000 deutsche und ausländische Topwissenschaftler aus 130 Ländern dauerhaft verbindet. Weitere Infos unter http://www.humboldt-foundation.de.

Eine Liste aller Nobelpreisträger unter den Humboldtianern erhalten Sie unter

http://www.humboldt-foundation.de/de/aktuelles/presse/pn_archiv_2002/2002_27.htm


Interview-Wünsche und Rückfragen richten Sie bitte an
Florian Klebs / Antonia Petra Dhein
Pressestelle Humboldt-Stiftung
Jean-Paul-Str. 12
53173 Bonn
Fon: +49 (0)228 833 258
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