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Neues Forschungsgebäude für Chemiker

09.10.2002 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster


Kann bezogen werden: Das neue Forschungsgebäude der Institute für Anorganische und für Physikalische Chemie der Universität Münster. Rechtzeitig zum Beginn des Wintersemesters konnte die Universität Münster am Mittwoch (9. Oktober 2002) ein neues Gebäude für die Institute für Anorganische Chemie und für Physikalische Chemie übernehmen. Errichtet wurde der Bau, in dem vor allem Forschungseinrichtungen der beiden Institute untergebracht werden sollen, im naturwissenschaftlichen Zentrum der Universität vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW für 15 Millionen Euro innerhalb von 18 Monaten.

Das Forschungs- und Laborgebäude umfasst vier Vollgeschosse, ein Untergeschoss mit vorgelagertem Lichtgraben sowie ein Staffelgeschoss auf dem Dach für die technischen Zentralen. Mit einer Höhe von 17 Metern, einer Länge von 70 Metern und einer Breite von 18 Metern fügt sich der Neubau in die vorhandene Bebauung des naturwissenschaftlichen Zentrums am Coesfelder Kreuz ein. Die Hauptnutzfläche liegt bei 3.500 Quadratmetern. Der hohe Grad an Installation und technischer Ausrüstung des Gebäudes lässt sich auch an den verbauten Materialien festmachen. Insgesamt verlegten die Handwerker rund 150.000 Meter Stromversorgungskabel, 65.000 Meter Datenleitungen und 2.500 Meter Kupferleitungen für technische Gase.

Mit "einem lachenden und einem weinenden Auge" übernahm der Dekan des Fachbereichs Chemie und Pharmazie der Universität Münster, Prof. Dr. Volkmar Leute, das neue Gebäude: Besonders erfreulich sei, dass die bislang am Schlossplatz untergebrachte Physikalische Chemie nun zumindest teilweise in die Nähe der anderen Chemischen Institute ziehen könne. Sorgen bereite ihm allerdings die nach wie vor schlechte Bausituation für die Lehre in seinem Fachbereich, die weiter in den maroden Altgebäuden durchgeführt werden müsse.

Bei der Übergabe des neuen Gebäudes wies der Leiter der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW, Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer, auf den großen Sanierungsbedarf am Hochschulstandort Münster hin. Alleine eine heutigen Anforderungen von Forschung und Lehre genügende Unterbringung der naturwissenschaftlichen Institute der Universität Münster erfordere in den kommenden zehn Jahren Finanzmittel in Höhe von rund 250 Millionen Euro. Dringlich seien aber auch die Verbesserung der Bausituation für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften in der Innenstadt und die Weiterentwicklung des Leonardo-Campus an der Steinfurter Straße.

Der Rektor der Universität Münster, Prof. Dr. Jürgen Schmidt, unterstützte mit Nachdruck die Ankündigung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW, ein mittelfristiges Hochschulstandortkonzept im Einvernehmen mit den Hochschulen zu entwickeln. Wenn auch die Finanzierung noch ungeklärt sei, könne nur durch eine rechtzeitige und abgestimmte Gesamtplanung eine Verbesserung der insgesamt schlechten Bausituation erreicht werden.
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