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Hinduismus und seine Bedeutung im 21. Jahrhundert

01.06.2001 - (idw) Universität Erfurt

Ringvorlesung "Weltreligionen" an der Universität Erfurt

Die vielfältigen religiösen Traditionen und Stränge, die man mit der modernen Bezeichnung "Hinduismus" zu erfassen versucht hat, haben sich in einer mehr als dreitausendjährigen Geschichte herausgebildet, miteinander verbunden und zu immer neuen Konstellationen umgestaltet. Sie speisen ein religiöses Leben, das nach wie vor sehr reich und lebendig ist, vor allem auch beständig neue Formen hervorbringt. Hindu-Religionen bilden die religiösen Hauptströmungen im heutigen Indien, wo etwa 80 % der Bevölkerung als Hindus eingestuft werden. Zusammen mit den Hindus in anderen südasiatischen Ländern und solchen in Afrika, Nordamerika und Europa dürfte es insgesamt zwischen 700 und 800 Millionen Menschen geben, die hinduistische Religionen praktizieren oder sich ihnen zumindest verbunden fühlen. Mit der Ausbreitung in andere Länder der Welt, vor allem im Rahmen der Arbeitsmigration in den beiden letzten Jahrhunderten, ist Hinduismus eine globale Tradition geworden. Da diese Entwicklung mit aller Wahrscheinlichkeit in Zukunft weiter fortschreitet, dürfte die Notwendigkeit der Eigendefinition und Abgrenzung gegenüber anderen Religionen größer werden. Voraussichtlich wird man auch eine Reihe von Praktiken an die neuen Lebensbedingungen in der globalisierten Welt anpassen müssen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass grundlegende religiöse Haltungen und Vorstellungen auch in Zukunft Bestand haben.
"Hinduismus und seine Bedeutung im 21. Jahrhundert" ist das Thema der Ringvorlesung "Weltreligionen" an der Universität Erfurt am Dienstag, dem 5. Juni. Dr. Brigitte Lucesi, Religionswissenschaftlerin von der Freien Universität Bremen beginnt ihren Vortrag um 18.00 Uhr in der Michaeliskirche (Universitätskirche). Lucesi studierte Soziologie in Frankfurt am Main, sowie Religionswissenschaft, Ethnologie und Judaistik an der Universität in Bremen. Anschließend nahm sie eine Lehrtätigkeit am Institut für Judaistik und für Ethnologie in Berlin auf. Seit 1989 ist sie Dozentin im Studiengang Religionswissenschaft/-religionspädagogik der Universität Bremen mit Schwerpunkt Hinduistische Religionen und Religionsethnologie. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der lokalen Religionsgeschichte in Nordindien und der Religiösität hindu-tamilischer Migranten in Deutschland. Eigene Feldforschung führt sie seit 1982 in Himachal Pradesh zu Frauenritualen; temporären Kultbildern; Ahnensteinen und Totenriten; Göttinnenverehrung und Formen sichtbarer Religion durch.

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