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Bonner Wissenschaftsnacht am 6. Juli bietet "Forschung, die unter die Haut geht"

05.06.2001 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Nach der gelungenen Premiere im letzten Sommer zeigt die 2. Bonner Wissenschaftsnacht unter dem Motto "NachtLeben" am 6. Juli zwischen 19 und 2 Uhr in der Universität Bonn wieder Forschungsprojekte zum Anfassen - jenseits trockener Formeln oder grauer Theorie. Die Schirmherrschaft hat Bundestagspräsident Wolfgang Thierse übernommen. Veranstalterin ist die Strukturförderungsgesellschaft (SFG) Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn und den regionalen Forschungseinrichtungen.

Zahlreiche Forschungsprojekte präsentieren sich im Rahmen der Veranstaltung, bei der die medizinische Forschung und die Informationstechnologie besondere Schwerpunkte darstellen. Hier eine Auswahl:

So ein Holodeck ist schon praktisch. Auf dem Raumschiff "Enterprise" lustwandeln die Crew-Mitglieder dort in virtuellen Welten, kämpfen gegen computergenerierte Wesen oder entspannen sich am weißen Sandstrand. Ganz so perfekt ist die Sinnestäuschung beim "Immersion Square" der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg noch nicht, aber immerhin können die Besucher in eine tierische Zelle eintauchen oder durch Räume wandern, die bislang nur im Computer existieren.

Getreu dem Motto "NachtLeben" erwartet die Besucher im Hörsaal 8 eine multimediale Show rund um das Gehirn und seine Funktionen: Warum träumen wir? Wie kommt es zu Schlafstörungen? Was passiert im Gehirn beim Flirten? Welche Erklärung hat die Hirnforschung für ekstatische und mystische Erfahrungen? Antworten liefert die Klinik für Epileptologie der Universität Bonn. Um Hirnforschung geht es auch in einer Diskussionsrunde des Deutschen Museums Bonn, die von Fernsehjournalist Ranga Yogeshwar moderiert wird. Die Wissenschaftspressekonferenz bietet eine weitere Runde, die sich mit der Rinderseuche BSE befasst.

In der Aula präsentieren Zellbiologen der Universität Bonn "Forschung, die unter die Haut geht" - unter anderem mit einem großen Hautmodell, das den komplexen Aufbau unserer äußeren Hülle verdeutlicht. Unter dem Mikroskop kann jeder Besucher eigene Hautzellen betrachten; mit zahlreichen Demonstrationen erklären die Wissenschaftler aktuelle Fragen rund um die Zellbiologie. Spannend auch ein weiteres Angebot der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg: Interessierte können in Hörsaal 7 Pferdechromosomen unter die Lupe nehmen und sie mit einem "Mikromanipulator" anfassen.

Wie dreidimensionale Fotos für Kopfoperationen hergestellt werden, präsentiert das Forschungszentrum caesar während der Wissenschaftsnacht in der "Blauen Grotte". Die Wissenschaftler haben ein Laser-Verfahren entwickelt, mit dem sich innerhalb von Sekundenbruchteilen holografische 3D-Aufnahmen erstellen lassen. In einem zweiten Schritt wird das Hologramm digitalisiert und in ein Computermodell umgewandelt. Zur Planung von Operationen im Gesichtsbereich sind solche Aufnahmen außerordentlich wichtig.

Eine Vorreiterrolle in Deutschland übernimmt das Zentrum für Kinderheilkunde mit einem Projekt, das in Hörsaal 5 zu besichtigen sein wird: Damit junge Krebspatienten während ihrer stationären Chemotherapie den Kontakt zu ihrer Schule halten können, wird mit modernster Kommunikationstechnik das "Klassenzimmer ins Krankenzimmer" geholt. Per Internet werden Videobilder vom Klassengeschehen auf den Laptop des Patienten übertragen, der sich im Gegenzug per Telefon in laufende Diskussionen einschalten kann.

Bei der "Nacht der Sterne" kommen vor allem die Jüngeren auf ihre Kosten. In einem Zelt im Hofgarten können Kinder auf eine Reise durch unser Planetensystem gehen, Fantasie-Sternbilder malen oder basteln oder Erzählungen zu Sonne, Mond und Sternen lauschen. Auch Erwachsene können sich von den Tiefen des Alls gefangen nehmen lassen: Musikalisch untermalt laden farbenprächtige Bilder ferner Galaxien zum Staunen und Träumen ein.

Einen kulturellen Höhepunkt markieren Szenen aus "Les Misérables", die die Oper Bonn im Arkadenhof der Universität zur Aufführung bringen wird. Außerdem laden die Universitätsmuseen Arithmeum, Akademisches Kunstmuseum und Ägyptisches Museum zum Besuch ein und bieten Führungen an. Und wer die Alma mater bonnensis zu kennen glaubt, wird wohl bei Führungen durch und unter die Universität noch etwas dazulernen können.

Das ausführliche Programm gibt es im Internet unter http://www.wissenschaftsnacht.de


Weitere Informationen: Andrea Grugel, SFG-Organisationsbüro der Wissenschaftsnacht, Telefon: 0228/73-9747 oder -9779, Telefax: 0228/73-7932, E-Mail: wissenschafts-festival@uni-bonn.de
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